Selbst in Ostbelgien gilt die Arithmetik der Demokratie

<p>Misst offensichtlich mit zwei Maßen: Freddy Mockel.</p>
Misst offensichtlich mit zwei Maßen: Freddy Mockel. | Foto: David Hagemann

Am besten lässt sich diese These an Karl-Heinz Lambertz verdeutlichen: Bei der Vorstellung der neuen Mehrheit, verkündete Lambertz seinen Abschied von der politischen Bühne für 2024.

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Kommentare

  • Exzellenter Kommentar. Genau so ist es!

  • Korrektur: Einer Pressemeldung zufolge, sollte die Amtszeit von Herrn Miesen bis März 2020 begrenzt sein. Dies entspricht scheinbar nicht der Koalitionsvereinbarung, in der von einer Amtszeit bis 2022 die Rede ist. Dennoch passt auch diese Aufteilung eines Mandats in die Rubrik Postengeschacher.

  • Ich nehme folgende Fakten zur Kenntis: 1. Die ausscheidende Mehrheit von ProDG, SP und PFF verliert einen Sitz im PDG, behält dank d'hondtscher Wahlarithmetik die parlamentarische Mehrheit von 13 zu 12 Sitzen. 2. Die neue, alte, geschrumpfte Mehrheit vertritt mit 49,54% Wählerzuspruch nicht mehr die Mehrheit der Wähler in der DG. (Es gab keinen Wahlkreis "Ostbelgien"). 3. Der bisherige Senator KH Lambertz wird trotz gewaltiger persönlicher Stimmeneinbußen erneut PDG-Präsident. 4. Der bisherige PDG-Präsident und Mitglied der PFF, die der größte Verlierer dieser Wahl ist, wechselt für 10 (!) Monate erneut in den Senat, um dann von seinem Parteikollegen Freches ersetzt zu werden. 5. Die PFF behält, trotz herber Verluste, trotz 11,4 % Wählerzuspruch und trotz der Tatsache, als mit Abstand kleinster Partner nur noch mit 3 Mandataren im PDG vertreten zu sein, 2 von 6 hochdotierten Posten, die auf DG- Ebene zu vergeben sind. 6. ECOLO erklärte vor den Wahlen, als Mehrheitsbeschaffer in einer Vierer- Koalition (von 6 Parteien) nicht zur Verfügung zu stehen. 7. Die ProDG-Co-Vorsitzende Klinkenberg erklärte, ProDG hätte auf einen Ministerposten verzichtet (!), um ... ECOLO mit ins Mehrheitsboot zu holen. (nette und faire Geste einer Partei gegenüber, die dieses Angebot bereits vor den Wahlen abgelehnt hatte und nach den Wahlen für eine Mehrheit nicht erforderlich ist). 8. Es gab angeblich kein Vorwahlabkommen und dennoch fanden keine Gespräche mit den 3 Oppositionsparteien, die die Mehrheit der Wählerstimmen auf sich vereinen konnten, statt. 9. 2 Tage nach den Wahlen wurde die neue, alte Mehrheit verkündet. Der langjährige Chefredakteur des GE, Heinz Warny, kommentierte die Geschehnisse im BRF-Hörerforum kurz und knapp folgendermaßen: "Und dann fragen dieselben Politiker und Mandatsinhaber noch scheinheilig, weshalb das Ansehen der Politik in der Öffentlichkeit wohl so viel Schaden nimmt." Dem ist nichts hinzuzufügen.

  • ... ihr könnt rechnen wie ihr wollt... den Wählern habt ihr betrogen...

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