Auf dem 16. Teilstück von Lovere nach Ponte di Legno (194 Kilometer) verlor der frühere Skispringer am Dienstag auf dem rampenartigen Mortirolo-Pass den Anschluss an seine Rivalen Richard Carapaz (Ecuador) und Vincenzo Nibali (Italien). Im Ziel betrug sein Rückstand 1:23 Minuten, in der Gesamtwertung fiel er damit hinter Nibali zurück. Rosa-Träger Carapaz liegt nach einer erneut höchst couragierten Leistung weiter in Führung.
Den Tagessieg bei Regen und Nebel sicherte sich Ausreißer Giulio Ciccone (Italien), der sich im Zieleinlauf gegen Jan Hirt aus Tschechien durchsetzte. Widrige Verhältnisse und Kälte setzten den Profis zum Start in die dritte und letzte Giro-Woche zu. Der 2.618 Meter hohe Gavia-Pass musste wegen Lawinengefahr sogar aus dem Programm genommen werden. Hohe Schneewände türmten sich dort entlang der Strecke.
Miguel Angel Lopez (Kol/Astana) büßte zwar im Finale einige Sekunden auf die anderen Favoriten ein, verdrängte aber als neuer Gesamtsiebter Pavel Sivakov (Ineos) von der Spitze der Nachwuchswertung.
Für Carapaz (Team Movistar), Nibali (Bahrain-Merida) und Roglic (Team Jumbo Visma), die in der Gesamtwertung nun 2:10 Minuten auseinanderliegen, gibt es bis Samstag weitere Chancen in den Bergen. Am Sonntag endet der Giro mit einem Zeitfahren in Verona.
Die 17. Etappe am Mittwoch führt das Feld am Mittwoch nach Südtirol. Über Bozen und Brixen führt der Weg über 181 km in die Biathlon-Hochburg Antholz. Das Profil und auch der Schlussanstieg sind eher mäßig, den Topfahrern bietet sich somit die Chance für einen ruhigeren Tag. (dpa/sid)

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