Die Isländerin war im vergangenen Monat entlassen worden, nachdem Belgien in der ersten Runde der Play-offs zur Weltmeisterschaft ausgeschieden war. Mit Onzia setzt der Verband nun auf eine interne Lösung.
Langjährige Erfahrung bei den Red Flames
Onzia gehörte als Spielerin über viele Jahre zum belgischen Nationalteam. Zwischen 2006 und 2022 absolvierte sie 62 Länderspiele bei insgesamt 97 Nominierungen und erzielte vier Tore. 2017 nahm sie mit Belgien an der Europameisterschaft in den Niederlanden teil.
Auf Vereinsebene spielte sie unter anderem für OH Löwen, Lierse, Anderlecht und Gent. Auslandserfahrung sammelte sie bei Arsenal, dem FC Twente und VVV-Venlo.
Bereits während ihrer aktiven Laufbahn arbeitete Onzia als Trainerin an einer Sportschule. Nach ihrem Karriereende 2022 wechselte sie unmittelbar in den Trainerstab der Red Flames. Als Assistentin war sie bei den Europameisterschaften 2022 in England und 2025 in der Schweiz dabei.
Zudem betreute sie zwischenzeitlich die belgische U17-Auswahl und arbeitete als Assistentin bei der U23. Vor zwei Monaten erwarb sie die UEFA-Pro-Lizenz, die höchste Trainerausbildung im europäischen Fußball.
Mignolet setzt auf Kontinuität
Für Simon Mignolet, Technischer Manager des belgischen Fußballverbands, ist Onzia die richtige Besetzung.
„Lenie kennt unsere Arbeitsweise in- und auswendig“, erklärte der frühere Nationaltorhüter. Sie habe selbst für die Red Flames gespielt, Erfahrung im Nachwuchsbereich gesammelt und gehöre seit 2024 als Assistenztrainerin zum Stab der Nationalmannschaft. Damit bringe sie die Voraussetzungen mit, um das Team innerhalb der neuen Struktur zu führen.
Auch Onzia blickt ihrer neuen Aufgabe mit Vorfreude entgegen. „Es ist eine Ehre, diese Herausforderung anzunehmen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dieser Gruppe weiterzuarbeiten – mit Ehrgeiz als unserem Maßstab“, erklärte die neue Nationaltrainerin. (belga/rt)

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