„Ich bin stolz auf meine gesamte Karriere. Darauf, dass ich die Farben der Nationalmannschaft vertreten durfte, auf die Siege mit Belgien, auf die Erfolge gegen die vier Großen und auf meine Turniersiege auf der ATP-Tour“, erklärte Goffin.
Besonders in Erinnerung bleiben ihm die Begegnungen mit den besten Spielern seiner Generation. „Was ich mitnehme, sind die Emotionen, die ich mit dem Publikum teilen konnte und die ich in den Stadien vermitteln durfte. Ich hatte das Glück oder Pech, das weiß ich nicht, zur Generation der ‚Big Four‘ zu gehören. Ich habe ihre Ära miterlebt und gegen sie gespielt“, sagte Goffin mit Blick auf Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Andy Murray.
Seinen Rücktritt hatte der Lütticher bereits im April angekündigt. Die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen. „Es war sehr schwer, bekannt zu geben, dass ich aufhören werde. Danach gab es einen kleinen Durchhänger. Ich hatte es aber noch nicht wirklich realisiert, weil ich noch einige Turniere spielen wollte. Es war nicht einfach, mit derselben Einstellung zurückzukehren.“
Zwei Turniere hätten ihm zum Abschluss besonders am Herzen gelegen: die French Open in Roland-Garros und die European Open in Brüssel. Auf seinen letzten Auftritt habe er sich deshalb noch einmal intensiv vorbereitet.
„In den vergangenen beiden Wochen lief es gut, weil die Motivation da ist. Ich habe mich so gut wie möglich vorbereitet, um hier in guter Verfassung zu sein und meine Karriere schön abzuschließen.“
Was ihn bei seinem Abschied erwartet, weiß Goffin selbst noch nicht. „Es gibt Dinge, die ich nicht kontrollieren kann und auch gar nicht kontrollieren möchte. Ich will einfach alles auf mich zukommen lassen. Ich bin jedenfalls sehr glücklich, hier zu sein.“ (mn)

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