Mit Honig im Gepäck nach Dresden: Imkerverein St.Vith beim 93. Imkerkongress

<p>Der Imkerverein St.Vith präsentierte sich in Dresden mit einem neuen Länderstand und regionalen Spezialitäten.</p>
Der Imkerverein St.Vith präsentierte sich in Dresden mit einem neuen Länderstand und regionalen Spezialitäten. | Foto: privat

Nach seiner ersten Teilnahme in Luxemburg war der Imkerverein St.Vith zum zweiten Mal bei der Wanderausstellung des Kongresses vertreten. In Dresden präsentierte er sich mit einem neu gestalteten Länderstand, dessen Finanzierung ebenso wie ein Teil der Teilnahmekosten vom Ministerium der DG unterstützt wurde. Neben dem Vorstand waren mehrere Vereinsmitglieder mitgereist, die bei der Betreuung des Standes und des Honigprobiermarktes mithalfen. „Eine tolle Gemeinschaftsleistung, die wesentlich zum Erfolg unseres Auftritts beitrug“, heißt es in einem Rückblick des Vereins.

Der Kongress öffnete am Donnerstagnachmittag seine Türen. Neben den Länderständen und dem Honigprobiermarkt erwartete die Besucher eine umfangreiche Ausstellung mit Imkereibedarf und technischen Neuheiten. Nach der offiziellen Begrüßung bot ein gemeinsamer Ausstellerabend Gelegenheit zu ersten Gesprächen. Am Stand der St.Vither konnten die Besucher neben Informationen über Ostbelgien auch regionale Spezialitäten entdecken. Dazu gehörten der Honigschnaps „Lambertus“ der Destillerie Radermacher und die „Vennperle“ der Bäckerei Fonk, ein Gebäck mit Honig, Anis und Fenchel. Aufmerksamkeit erregten außerdem gehäkelte Bienen und ein neues Bienenmaskottchen. Sie waren im Rahmen der Aktion „#häkelnfürsoskinderdörferweltweit“ angefertigt worden. Die Verkaufserlöse werden vollständig an SOS-Kinderdörfer weltweit gespendet.

Besonders erfreulich verlief aus Sicht des Vereins die Teilnahme am ersten Deutschsprachigen Honigprobiermarkt. Dort konnten Besucher Honige aus unterschiedlichen Regionen verkosten und vergleichen. Die St.Vither berichteten von einem durchgehend gut besuchten Stand und positiven Rückmeldungen zu ihren Erzeugnissen. Zu den Besuchern gehörte auch Paul Boyle aus Irland. Der Honigjuror suchte nach ausgezeichneten Honigen für die nächste Apimondia in Dubai und zeigte sich laut Verein von der Qualität der ostbelgischen Produkte überzeugt. „Eine schöne Anerkennung für die Arbeit unserer Imker und die Vielfalt unserer heimischen Trachtlandschaft“, heißt es dazu.

Abseits der Ausstellung bot der Kongress zahlreiche Fachvorträge und Workshops. Ein wichtiges Thema war die Bekämpfung der Varroamilbe, eines Parasiten, der Bienenvölker erheblich schwächen kann. Bei der parallel stattfindenden Arbeitstagung „Varroaresistenz 2033“ wurden Möglichkeiten vorgestellt, Bienenvölker langfristig widerstandsfähiger gegen den Schädling zu machen. Mit Paul Jungels und Jörg Hinnerks beteiligten sich auch zwei den St.Vither Imkern bekannte Referenten an den Veranstaltungen.

Ein weiterer Themenbereich war die Vermarktung regionaler Honige. Wie lassen sich deren Besonderheiten besser vermitteln und die Qualität der Produkte für Verbraucher deutlicher sichtbar machen? In diesem Zusammenhang wurde auch die neue Marke „Venngold“ vorgestellt. Das dazugehörige Etikett soll den Vereinsmitgliedern künftig bei der Vermarktung ihrer Honige helfen.

Neben den fachlichen Anregungen nahmen die Teilnehmer zahlreiche persönliche Eindrücke aus Dresden mit. Bei Abendveranstaltungen und Länderbuffets wurden bestehende Kontakte gepflegt und neue Bekanntschaften geschlossen. Dabei entstanden bereits erste Ideen für weitere gemeinsame Austauschformate.

Zum Ende des offiziellen Programms wurde die traditionelle Kongressfahne weitergereicht. Torsten Ellmann, Präsident des Deutschen Imkerbundes, übergab sie an den Schweizer Präsidenten Martin Schwengeler. In zwei Jahren wird die Schweiz den 94. Deutschsprachigen Imkerkongress ausrichten.

Während einige St.Vither bereits am Sonntag die Heimreise antraten, nutzten andere den Tag noch für eine Besichtigung Dresdens. Insgesamt zog der Verein eine positive Bilanz. „Wir nehmen viele schöne Erinnerungen, neue Ideen und jede Menge Motivation mit nach Hause“, heißt es abschließend. Ein besonderer Dank galt den mitgereisten Mitgliedern, den regionalen Partnern und dem Ministerium der DG. (red/jj)

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