Zum 1. Januar 2026 zählte Belgien insgesamt 5,87 Millionen Wohneinheiten, verteilt auf 4,68 Millionen Gebäude. Während die Zahl der Gebäude seit 1995 um 17 Prozent gestiegen ist, nahm die Zahl der Wohnungen um 32 Prozent zu. Das zeigt: Immer mehr Menschen finden in einem einzigen Gebäude Platz.
Zahl der Apartments um 123 Prozent gestiegen
Besonders deutlich wird die Entwicklung beim Blick auf die Apartments. Gab es 1995 noch rund 785.000 davon, sind es heute knapp 1,75 Millionen – ein Anstieg um 123 Prozent.
Damit befindet sich mittlerweile fast jede dritte Wohneinheit in Belgien in einem Apartmentgebäude. Vor 30 Jahren lag dieser Anteil noch bei 17,7 Prozent, heute sind es 29,8 Prozent.
Auch die Zahl der Mehrfamilienhäuser ist regelrecht explodiert: von rund 99.000 auf mehr als 260.000 Gebäude. Das entspricht einem Plus von 162 Prozent.
Klassische Häuser haben ebenfalls zugelegt, allerdings deutlich langsamer. Die Zahl der freistehenden Einfamilienhäuser stieg um 28 Prozent auf 1,45 Millionen. Doppelhaushälften legten um 22 Prozent auf 1,02 Millionen zu, während Reihenhäuser lediglich ein Plus von drei Prozent auf 1,18 Millionen verzeichneten.
Besonders starkes Wachstum in der Wallonie
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. In der Wallonie ist die Zahl der Wohneinheiten seit 1995 um 32 Prozent auf rund 1,83 Millionen gestiegen. Besonders auffällig ist der Boom bei den Apartments: Ihre Zahl erhöhte sich innerhalb von 30 Jahren um 176 Prozent.
In Flandern fiel der Zuwachs bei den Apartments mit 134 Prozent etwas geringer aus. Mit insgesamt 3,43 Millionen Wohneinheiten bleibt die Region allerdings der mit Abstand größte Wohnungsmarkt Belgiens.
In der Region Brüssel-Hauptstadt wuchs der Wohnungsbestand seit 1995 um 23 Prozent auf rund 612.000 Einheiten. Dort dominieren Apartments das Stadtbild besonders deutlich: Mehr als sechs von zehn Wohneinheiten befinden sich in Mehrfamilienhäusern. (belga/calü)

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