Immer mehr Belgier nutzen Künstliche Intelligenz bei Geldanlagen

<p>Künstliche Intelligenz gewinnt bei der Geldanlage an Bedeutung: Laut einer ING-Umfrage nutzen 53 Prozent der belgischen Anleger KI bereits für Anlageberatung oder ziehen dies künftig in Betracht.</p>
Künstliche Intelligenz gewinnt bei der Geldanlage an Bedeutung: Laut einer ING-Umfrage nutzen 53 Prozent der belgischen Anleger KI bereits für Anlageberatung oder ziehen dies künftig in Betracht. | Foto: picture alliance/dpa

Künstliche Intelligenz entwickelt sich für immer mehr belgische Anleger zu einem möglichen Ratgeber bei Finanzentscheidungen. Laut dem am Freitag veröffentlichten Anlegerbarometer der ING nutzen 53 Prozent der Befragten bereits KI für Anlageberatung oder ziehen dies für die Zukunft in Betracht. Vor einem Jahr waren es noch etwas mehr als vier von zehn Anlegern.

Für ING-Chefökonom Peter Vanden Houte ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass KI längst im Alltag privater Anleger angekommen ist. „Wenn bereits mehr als die Hälfte der Anleger KI für Anlageberatung genutzt hat oder dies in Erwägung zieht, kann man nur feststellen, dass KI bei der Informationsbeschaffung privater Anleger kein Randphänomen mehr ist“, erklärt er.

Auch international zeigt sich dieser Trend. In den USA geben laut Vanden Houte inzwischen zwei Drittel der KI-Nutzer an, entsprechende Anwendungen um Finanzberatung zu bitten.

Vertrauen in KI hat seine Grenzen

Allerdings bedeutet die Offenheit gegenüber KI nicht, dass Anleger ihr auch uneingeschränkt ihr Geld anvertrauen würden. Sechs von zehn Befragten können sich nicht vorstellen, in einen Investmentfonds zu investieren, der vollständig von Künstlicher Intelligenz verwaltet wird.

Bei jüngeren Anlegern sieht das anders aus: Unter den Befragten unter 35 Jahren würde immerhin jeder Zweite einen solchen Fonds in Betracht ziehen.

Auch die Begeisterung für Unternehmen aus der KI-Branche hält sich in Grenzen. Fast die Hälfte der Anleger ist der Ansicht, dass die meisten Aktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz derzeit überbewertet sind.

Stimmung an den Börsen trübt sich ein

Während KI als Informationsquelle an Bedeutung gewinnt, verschlechtert sich die allgemeine Stimmung unter belgischen Anlegern deutlich. Das ING-Anlegerbarometer fiel im September von 103 auf 89 Punkte und damit wieder unter die neutrale Marke von 100 Punkten.

Zwischen Juni und August hatte der Index noch über diesem Wert gelegen. Hauptgründe für den Rückgang sind die pessimistische Einschätzung der belgischen Wirtschaft und zunehmend negative Erwartungen an die Börsenentwicklung.

Vier von zehn Anlegern rechnen damit, dass die belgische Börse in den kommenden drei Monaten an Wert verlieren wird. Lediglich jeder Fünfte erwartet steigende Kurse. (belga/calü)

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