58 Prozent der befragten Beschäftigten nennen die Jobsicherheit als einen der wichtigsten Gründe, bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber zu bleiben. Damit liegt sie deutlich vor allen anderen Faktoren.
Auf dem zweiten Platz folgt mit 49,5 Prozent die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Auch die eigentlichen Arbeitsaufgaben (44,7 Prozent) und der Arbeitsweg (38,1 Prozent) spielen eine größere Rolle als das Gehalt, das lediglich 35,1 Prozent der Befragten als Grund für ihre Betriebstreue anführen.
Zusätzliche Vergünstigungen wie Mahlzeitschecks oder andere außergesetzliche Leistungen kommen auf 33,6 Prozent. Flexible Arbeitszeiten nennen 32,1 Prozent, die Möglichkeit zum Homeoffice 23,8 Prozent. Das Ansehen des Unternehmens ist dagegen kaum entscheidend: Mit nur 6,4 Prozent bildet es das Schlusslicht unter zwölf abgefragten Gründen.
Unsichere Wirtschaftslage beeinflusst die Prioritäten
„Für viele Arbeitnehmer ist die Frage, wie sicher ihr Arbeitsplatz ist, mindestens genauso wichtig wie das, was sie jeden Monat auf ihr Konto bekommen“, erklärt Yves Stox, Managing Consultant bei Partena Professional.
Er sieht einen Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Unsicherheit und den jüngsten Ankündigungen von Massenentlassungen in Belgien. In einer solchen Situation gewinnt ein verlässlicher Arbeitsplatz offenbar zusätzlich an Bedeutung.
Unterschiede zwischen Sprachgruppen und Geschlechtern
Allerdings setzen nicht alle Beschäftigten dieselben Prioritäten. So spielt das Gehalt bei französischsprachigen Arbeitnehmern eine größere Rolle als bei niederländischsprachigen. Während 39,8 Prozent der Französischsprachigen die Bezahlung als Grund für ihren Verbleib nennen, sind es bei den Niederländischsprachigen nur 31,8 Prozent.
Auch zwischen Männern und Frauen zeigen sich Unterschiede: 41,3 Prozent der Männer geben das Gehalt als wichtigen Faktor an, gegenüber 28,6 Prozent der Frauen.
Ähnlich verhält es sich beim Bildungsniveau. Beschäftigte mit Hochschulabschluss nennen ihre Bezahlung häufiger als Grund für die Betriebstreue (38,5 Prozent) als Arbeitnehmer mit niedrigerem Bildungsabschluss (32 Prozent).
Für die Untersuchung befragte das Marktforschungsinstitut iVOX zwischen dem 31. Juli und dem 19. August 2026 insgesamt 1.000 Arbeitnehmer in Belgien. Die Stichprobe ist nach Angaben der Auftraggeber repräsentativ. (belga/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren