Bei den beiden Verstorbenen handelte es sich nach Angaben der flämischen Gesundheitsbehörde um Personen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf hatten. Weitere Einzelheiten zu ihrer Identität wurden aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht. Die Behörde sprach den Angehörigen ihr Mitgefühl aus.
Dass es zu schweren Krankheitsverläufen kommen könnte, war den Experten bereits bewusst. „Das ist leider keine Überraschung. Wir wussten, dass das Virus in den vergangenen Monaten lokal in Flandern zirkulierte und dass ein Prozent der Infizierten eine schwere Form der Krankheit entwickeln kann“, erklärte Behördensprecherin Anneleen De Sadeleer.
Die meisten Infektionen verlaufen harmlos
Trotz der beiden Todesfälle betont die flämische Gesundheitsbehörde, dass die große Mehrheit der Infektionen mild oder sogar völlig ohne Symptome verläuft. Besonders gefährdet sind allerdings ältere Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem.
Das West-Nil-Virus wird hauptsächlich durch Mücken übertragen. Der Erreger kommt insbesondere bei Vögeln vor. Stechen Mücken einen infizierten Vogel, können sie das Virus anschließend beim Stich auf Menschen übertragen. In seltenen Fällen kann die Infektion das Nervensystem angreifen und schwere neurologische Erkrankungen verursachen.
Gesundheitsministerin ruft zur Vorsicht auf
Die flämische Gesundheitsministerin Caroline Gennez (Vooruit) rief ebenfalls zur Vorsicht auf. „Wir werden Gesundheitsfachkräfte und Altenheime weiterhin darüber aufklären, wie sich Mückenstiche möglichst vermeiden lassen“, erklärte sie. Auch die Bevölkerung sei aufgerufen, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Auch die Ministerin sprach den Familien und Angehörigen der beiden Verstorbenen ihr aufrichtiges Beileid aus. (belga/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren