Olivier Verdin blickte bei der Bekanntgabe der Entscheidung am Mittwoch auf nahezu fünf Jahrzehnte beim GrenzEcho zurück. „Das GrenzEcho war mein Leben“, sagte er und betonte, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen sei, um Raum für neue Impulse, Ideen und Visionen zu schaffen. Der Abschied falle ihm nicht leicht, doch er gehe mit großer Dankbarkeit. Seinem Nachfolger sprach er das Vertrauen aus. Sproten kenne das Unternehmen und die Mitarbeiter bestens und bringe die Voraussetzungen mit, das GrenzEcho in die Zukunft zu führen.
Raphaël Sproten hat wie Verdin seine berufliche Laufbahn im Anzeigenverkauf begonnen und später Führungsverantwortung übernommen. Der 60-Jährige bedankte sich für das Vertrauen, das keineswegs selbstverständlich sei. Er bezeichnete sich als jemanden, der „kein Mann großer Worte“ sei, sondern lieber die Ärmel hochkremple. Mit einem Zitat des amerikanischen Automobilpioniers Henry Ford machte er deutlich, wie er seine neue Aufgabe angehen möchte: „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“ Die Herausforderungen der kommenden Jahre seien bedeutend, betonte Sproten. Veränderungen seien deshalb unumgänglich. Er bat die Mitarbeiter, diesen möglichst offen zu begegnen. Zu den anstehenden Entwicklungen gehört auch die Integration des Ostbelgien Medienverlags (OBM) in das GrenzEcho.
Mit dem Wechsel an der Unternehmensspitze wird auch die Leitung des Werbebereichs neu besetzt: Christian Herné übernimmt die bisherige Funktion von Raphaël Sproten. Olivier Verdin dankte abschließend allen Mitarbeitern für die langjährige Zusammenarbeit, das Vertrauen und den Zusammenhalt. Auch nach seinem Rückzug aus dem operativen Geschäft werde er dem GrenzEcho verbunden bleiben. (sc)

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