Rüstungsexporte der Wallonie legen kräftig zu – USA und Deutschland wichtigste Abnehmer

<p>Mitarbeiter in der Produktionsstätte des Waffenherstellers FN Browning in Herstal während eines königlichen Besuchs am 11. Februar 2026: Der Wert der genehmigten Waffenexporte aus der Wallonie erreichte 2025 mit 1,59 Milliarden Euro einen Rekord.</p>
Mitarbeiter in der Produktionsstätte des Waffenherstellers FN Browning in Herstal während eines königlichen Besuchs am 11. Februar 2026: Der Wert der genehmigten Waffenexporte aus der Wallonie erreichte 2025 mit 1,59 Milliarden Euro einen Rekord. | Foto: belga

Bemerkenswert ist dabei, dass die Zahl der ausgestellten Genehmigungen sogar leicht zurückging. Insgesamt bewilligten die Behörden 2025 genau 1.551 Ausfuhren und endgültige Transfers von militärischem Material. Ein Jahr zuvor waren es noch 1.618 gewesen, also 4,14 Prozent mehr.

Der finanzielle Gesamtwert der Genehmigungen stieg hingegen deutlich: von 860,77 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 1,59 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

Allerdings bedeutet eine erteilte Genehmigung nicht automatisch, dass die entsprechenden Waffen oder Rüstungsgüter tatsächlich exportiert wurden. Die Zahlen beziehen sich zunächst auf mögliche Ausfuhren. Nach Angaben der Nationalbank (BNB) verließen 2025 militärische Güter im Wert von 651,75 Millionen Euro tatsächlich wallonisches Gebiet. Auch das entspricht einem kräftigen Anstieg von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

USA und Deutschland wichtigste Abnehmer

Der Großteil der genehmigten Waffenexporte entfiel auf Europa und Nordamerika. Ohne Osteuropa machten diese beiden Märkte 83,24 Prozent der ausgestellten Genehmigungen aus. Ihr gemeinsamer Wert lag bei mehr als 1,16 Milliarden Euro. Allein die Mitgliedstaaten der Europäischen Union standen für mehr als die Hälfte des gesamten Genehmigungswertes.

Wichtigster Abnehmer waren die Vereinigten Staaten. Für Lieferungen in die USA wurden 350 Genehmigungen im Gesamtwert von 361,88 Millionen Euro erteilt. Dahinter folgte Deutschland mit 306,78 Millionen Euro.

An dritter Stelle stand die Ukraine mit genehmigten Ausfuhren im Wert von 182,09 Millionen Euro. Frankreich folgte mit 177,6 Millionen Euro.

Außerhalb dieser Märkte fällt insbesondere Armenien auf. Für das Land wurden lediglich zwei Genehmigungen erteilt, deren Gesamtwert sich allerdings auf 91,97 Millionen Euro belief. Damit war Armenien der wichtigste Abnehmer innerhalb der Region Asien/Ozeanien.

Militärflugzeuge vor Schusswaffen und Raketen

Auch bei den exportierten Rüstungsgütern zeigen sich deutliche Unterschiede. Den größten finanziellen Anteil machten militärische Flugzeuge und entsprechende Bauteile aus. Für diese Kategorie wurden Genehmigungen im Wert von 565,04 Millionen Euro ausgestellt.

An zweiter Stelle standen tragbare Schusswaffen. Auf sie entfielen insgesamt 816 Genehmigungen mit einem Wert von 338,04 Millionen Euro. Damit machten sie mehr als die Hälfte aller erteilten Genehmigungen aus.

Den dritten Platz belegten Raketenwaffen und Explosivstoffe mit einem Gesamtwert von 285,53 Millionen Euro. (belga/calü)

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