Das sind die meistgenutzten Bahnhöfe Belgiens – Lüttich führt in der Wallonie

<p>Ein Blick in den Bahnhof Lüttich-Guillemins</p>
Ein Blick in den Bahnhof Lüttich-Guillemins | Foto: Photo News

Wie bereits zuvor stehen der Brüsseler Nord-, Süd- und Zentralbahnhof an der Spitze. Alle drei Haltestellen kommen an einem durchschnittlichen Werktag auf jeweils mehr als 60.000 einsteigende Fahrgäste. Spitzenreiter ist der Brüsseler Nordbahnhof mit durchschnittlich 61.362 Reisenden.

Unmittelbar hinter dem Brüsseler Trio folgt Gent-Sint-Pieters mit 56.779 Fahrgästen. Antwerpen-Centraal kommt auf 38.681, Löwen auf 37.379 und Mechelen auf 23.621 einsteigende Reisende pro Werktag.

Mit durchschnittlich 22.991 Fahrgästen behauptet Lüttich-Guillemins seinen Platz als meistgenutzter Bahnhof der Wallonie. Dahinter folgen Namur mit 21.597 und Ottignies mit 16.499 Reisenden.

Ottignies ist im Vergleich zur bisherigen Rangliste zurückgefallen. Nach Angaben der SNCB hängt dies allerdings nicht mit den umfangreichen Bauarbeiten zusammen, die dort seit mehreren Monaten laufen.

Vorsicht ist ohnehin bei Vergleichen mit früheren Jahren geboten. Für die Daten des Jahres 2025 hat die SNCB ihre Berechnungsmethode verfeinert. Während die bisherigen Zahlen auf punktuellen Zählungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums beruhten, wird nun ein repräsentativer Durchschnitt über das gesamte Jahr ermittelt. Die neuen Zahlen sind deshalb nicht direkt mit früher veröffentlichten Daten vergleichbar.

Dabei werden unter anderem der zunehmende digitale Verkauf und die Aktivierung elektronischer Fahrscheine besser berücksichtigt. Auch die Definition der „einsteigenden Fahrgäste“ wurde präzisiert: Sie umfasst nun ebenfalls Umsteiger und Reisende, die kostenlos unterwegs sind. Die grundsätzlichen Trends bei der Nutzung der Bahnhöfe hätten sich trotz der neuen Methode bestätigt, betont die SNCB.

Sieben Bahnhöfe mit höchstens 15 Fahrgästen

Am anderen Ende der Rangliste zeigt sich ein völlig anderes Bild. Fast 100 belgische Bahnhöfe kommen an einem durchschnittlichen Werktag auf weniger als 100 einsteigende Fahrgäste. Sieben Stationen zählen sogar höchstens 15.

Dazu gehören Vijfhuizen und Kerrebroek bei Aalst sowie Beignée, Callenelle, Harchies und Hourpes in der Provinz Hennegau. Hinzu kommt Pry in der Provinz Namur.

Die Zahlen verdeutlichen zudem, wie unterschiedlich Bahnhöfe je nach Wochentag genutzt werden. Einige Stationen sind vor allem für Berufspendler wichtig und am Wochenende deutlich ruhiger. An der belgischen Küste oder am Bahnhof Bierges-Walibi ist der Unterschied dagegen gering: Dort ist die Zahl der Fahrgäste am Wochenende beinahe so hoch wie unter der Woche. (belga/calü)

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