Sonntagsöffnung bei Lidl in Belgien: Gespräche erneut verschoben

<p>Lidl erwägt, künftig auch sonntags zu öffnen. Die Gespräche mit den Gewerkschaften über die geplante Sonntagsöffnung wurden jedoch erneut verschoben.</p>
Lidl erwägt, künftig auch sonntags zu öffnen. Die Gespräche mit den Gewerkschaften über die geplante Sonntagsöffnung wurden jedoch erneut verschoben. | Foto: belga

Wie mehrere Konkurrenten erwägen auch Lidl und Aldi, ihre Geschäfte künftig sonntags zu öffnen. Beide Discounter hatten entsprechende Pläne bereits Anfang des Jahres angekündigt. Eine schnelle Umsetzung zeichnet sich bei Lidl allerdings nicht ab.

Die Verhandlungen waren bereits im Sommer verschoben worden. Auch am Dienstag beschäftigten sich Unternehmensleitung und Gewerkschaften ausschließlich mit der Arbeitsbelastung der Beschäftigten. Das nächste Treffen ist erst für den 7. Dezember vorgesehen.

Einen konkreten Zeitplan für die Sonntagsöffnung nennt Lidl weiterhin nicht. „Entscheidend ist, einen konstruktiven Dialog zu führen, der von gegenseitigem Respekt geprägt ist. Überstürzung und Eile sind in diesem Zusammenhang selten gute Ratgeber“, erklärte Kommunikationsverantwortliche Kim Geirnaert. „Unser Ziel ist es, dieses Projekt auf die richtige Art und Weise umzusetzen.“

Als Lidl seine Pläne erstmals bekanntgab, hatte das Unternehmen bereits angedeutet, zunächst nur rund die Hälfte seiner Filialen sonntags öffnen zu wollen. Zudem sollten die Geschäfte an diesem Tag lediglich am Vormittag geöffnet sein.

Für die Beschäftigten ist das Thema Sonntagsarbeit sensibel. Das zeigte sich bereits im April bei Aldi: Nachdem der Discounter angekündigt hatte, ebenfalls eine Sonntagsöffnung in Betracht zu ziehen, kam es in zahlreichen Filialen zu Streiks. (belga/calü)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment