Nacht der Dunkelheit kehrt nach dem Vennbrand nach Botrange zurück

<p>Bei der „Nacht der Dunkelheit“ stehen unter anderem astronomische Beobachtungen und der nächtliche Sternenhimmel im Mittelpunkt.</p>
Bei der „Nacht der Dunkelheit“ stehen unter anderem astronomische Beobachtungen und der nächtliche Sternenhimmel im Mittelpunkt. | Archivfoto: NC-Media

Nach dem Brand, der das Hochplateau im August über Wochen beschäftigt hatte, steht die diesjährige Ausgabe unter besonderen Vorzeichen. Das Naturparkzentrum spricht von einem „ganz besonderen Charakter“ der Veranstaltung. Ziel sei es, das Hohe Venn bei Einbruch der Dunkelheit auf eine andere Weise wiederzuentdecken und zugleich auf den Wert natürlicher Dunkelheit aufmerksam zu machen.

Nach Angaben der wallonischen Behörden umfasste das vom Feuer betroffene Gebiet zuletzt rund 3.366 Hektar. Dabei war allerdings nicht die gesamte Fläche innerhalb des Brandperimeters vollständig abgebrannt. Auch Wochen nach Ausbruch des Feuers hatten tief im Torfboden schwelende Glutnester die Einsatzkräfte beschäftigt. Teile des eigentlichen Brandgebiets blieben deshalb weiterhin gesperrt.

Beobachtungen, Wanderungen und Live-Musik

Die „Nacht der Dunkelheit“ findet dagegen auf dem Gelände des Naturparkzentrums Botrange und in dessen unmittelbarer Umgebung statt, also in einem zugänglichen Bereich des Hochplateaus. Die Veranstalter wollen damit auch zeigen, dass Besucher außerhalb der gesperrten Zonen weiterhin Möglichkeiten haben, das Hohe Venn zu erleben.

Das Programm richtet sich an Erwachsene und Kinder. Vorgesehen sind unter anderem astronomische Beobachtungen, Vorträge, Informations- und Sensibilisierungsstände, geführte Wanderungen, Märchen und Aufführungen sowie Spiele und Bastelangebote für Kinder. Hinzu kommen Ausstellungen, Live-Musik sowie lokale und saisonale Verpflegung. Je nach Programmpunkt werden Aktivitäten auf Französisch und Deutsch angeboten. Das detaillierte Programm soll in den kommenden Wochen veröffentlicht werden.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur der Blick in den Nachthimmel. Die Veranstalter wollen auch über die Auswirkungen künstlicher Beleuchtung auf Tiere, Pflanzen und die Qualität des Sternenhimmels informieren. Die Aktion ist Teil der „Nacht der Dunkelheit“, die am zweiten Samstag im Oktober an verschiedenen Orten in Belgien stattfindet. Ihre Ursprünge reichen bis 1995 zurück, als Astronomen und Naturschützer im Norden des Landes mit entsprechenden Aktionen begannen. In Wallonien und Brüssel wird die Initiative in diesem Jahr zum 19. Mal aufgegriffen.

Die Veranstaltung beginnt am Samstag, 10. Oktober, um 17 Uhr und endet um 23 Uhr. Veranstaltungsort ist das Naturparkzentrum Botrange, Rue de Botrange 131 in Weismes. Der Besucherparkplatz befindet sich am Signal de Botrange an der Route de Botrange 133B. Von dort führt ein rund einen Kilometer langer Fußweg zum Naturparkzentrum. Nach Angaben der Veranstalter soll zudem ein Planwagen als Pendeldienst eingesetzt werden. Der Eintritt ist kostenlos. (red/jj)

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