Die ostbelgischen Schüler schneiden in allen drei untersuchten Kompetenzbereichen – Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften – schlechter ab als vor 20 Jahren. Zudem liegen sie unter dem OECD-Durchschnitt und im innerbelgischen Vergleich hinter den beiden anderen Gemeinschaften.
Für die SP handelt es sich dabei nicht um einen einmaligen Ausrutscher. Die Partei nimmt insbesondere ProDG in die Verantwortung, die während der vergangenen zwei Jahrzehnte die Bildungspolitik der DG maßgeblich mitgestaltet habe. „Am Ende muss sich Politik an ihren Ergebnissen messen lassen. Die heutigen Ergebnisse resultieren nicht erst aus den vergangenen zwei Jahren“, erklärt der SP-Abgeordnete Charles Servaty. Die Sozialisten verweisen dabei auch auf die langfristige Entwicklung der PISA-Werte.
Nach Berechnungen der Partei sei das Leistungsniveau in Mathematik innerhalb von 20 Jahren um 11,67 Prozent zurückgegangen. Umgekehrt hätten die Schüler vor 20 Jahren in den Naturwissenschaften ein um 7,72 Prozent und beim Lesen ein um 10,64 Prozent höheres Leistungsniveau erreicht. Dass Verbesserungen grundsätzlich möglich seien, zeigt laut SP der Blick auf die Französische Gemeinschaft, wo sich die Ergebnisse verbessert hätten. Deshalb müssten auch die Organisation der Schulen und die Gestaltung des Unterrichts in der DG auf den Prüfstand gestellt werden.
„Es reicht keineswegs, die Ergebnisse als besorgniserregend zu bezeichnen. Wir brauchen jetzt keine weitere Reform um der Reform willen. Wir brauchen viel mehr eine ehrliche Bilanz und konkrete Konsequenzen – für unsere Kinder“, so Servaty. Für die SP seien die Ergebnisse ein klarer Auftrag, die einen Kurswechsel einzuleiten. (red/nico)

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