Der nächste große Schritt bei der Neuorganisation der Zeitungszustellung in Ostbelgien steht bevor: Ab dem kommenden Montag, 14. September, wird das GrenzEcho auch im Norden der Deutschsprachigen Gemeinschaft und in angrenzenden Gemeinden durch GE Distribution Services zugestellt.
Nach dem Start in der Eifel Ende April wird das eigene Verteilnetz damit wie geplant ausgeweitet. GE Distribution Services ist die Vertriebsgesellschaft von GE-Media. Sie ist bereits seit mehreren Jahren in der Verteilung tätig und stellte bislang unter anderem den Wochenspiegel im Norden der DG zu. Auf dieser Erfahrung wurde in den vergangenen Monaten eine Struktur für die tägliche Zeitungszustellung aufgebaut. Neben dem GrenzEcho werden darüber auch weitere belgische Tageszeitungen sowie die Aachener Zeitung verteilt.
Hintergrund der Neuorganisation ist der schrittweise Rückzug der belgischen Post Bpost aus der Zeitungszustellung. Ende 2023 hatte die Föderalregierung beschlossen, die bisherige Zeitungskonzession auslaufen zu lassen. Bpost teilte den Verlagen daraufhin mit, sich aus der Zeitungsverteilung zurückzuziehen. Damit musste auch GE-Media eine neue Lösung für die Zustellung des GrenzEcho finden. Die Entscheidung fiel schließlich zugunsten einer Verteilung in Eigenregie. Den Anfang machte am 27. April die Eifel. Dort wurde die Zustellung in den Gemeinden Amel, Büllingen, Burg-Reuland, Bütgenbach und St.Vith auf die neue Struktur umgestellt. Schon damals war angekündigt worden, dass im September der Norden folgen soll. Nun ist es soweit. 13 Verteiler übernehmen ab dem 14. September die neuen Touren. Das Gebiet umfasst die vier nördlichen DG-Gemeinden Eupen, Lontzen, Raeren und Kelmis, reicht aber auch darüber hinaus.
Zustellung weiterhin am frühen Morgen
Für die Abonnentinnen und Abonnenten soll sich grundsätzlich nichts an der gewohnten Zustellung ändern. Wie bereits in der Eifel erfolgt die Verteilung täglich in den frühen Morgenstunden zwischen 4 und 8.30 Uhr. Durch die neue Aufteilung der Touren kann es allerdings vorkommen, dass die Zeitung künftig etwas früher oder später im Briefkasten liegt als bisher. Bei einer Umstellung dieser Größenordnung können gerade in den ersten Tagen auch einzelne Startschwierigkeiten nicht ausgeschlossen werden. Ziel von GE Distribution Services ist es, die neuen Abläufe möglichst schnell einzuspielen und von Beginn an eine zuverlässige Zustellung in allen Gebieten sicherzustellen. Eine wichtige Rolle beim Aufbau des eigenen Verteilnetzes spielt die Unterstützung durch die Deutschsprachige Gemeinschaft.
Die DG unterstützt GE Distribution Services finanziell. Hintergrund sind die erheblich gestiegenen Kosten für die Zeitungszustellung nach dem Ende des bisherigen Systems. Die Förderung soll dazu beitragen, eine flächendeckende Zustellung in einer ländlich geprägten Region wie Ostbelgien weiterhin zu ermöglichen. Die Unterstützung beträgt bis zu 170.000 Euro und ist zweckgebunden für die Vertriebskosten. Die neue Infrastruktur geht dabei über die reine Tageszeitungszustellung hinaus. Im Rahmen der Vereinbarung mit der DG erhalten auch gemeinnützige Einrichtungen, Gemeinden, Schulen und Vereine die Möglichkeit, die Vertriebsstruktur zu vergünstigten Konditionen zu nutzen. (sc)

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