Keine Chance gegen den Gastgeber: Belgian Cats scheitern im Viertelfinale

<p>Die Belgian Cats scheiden bei der WM in Berlin im Viertelfinale aus.</p>
Die Belgian Cats scheiden bei der WM in Berlin im Viertelfinale aus. | Foto: Photo News

„Das ist die perfekte Welle“, schallte Julis Hit aus dem Jahr 2004 durch die Berlin Arena. Der Großteil des Publikums klatschte bestens gelaunt mit. Wenige Minuten später spülte die Welle die deutschen Basketballerinnen ins Halbfinale der Heim-Weltmeisterschaften – und die Belgian Cats aus dem Turnier. Beim 73:83 verkürzten die einmal mehr starke Emma Meesseman und Co. den Abstand zwar noch, doch dann flog Kyara Linskens (zehn Punkte und zehn Rebounds) wegen ihres fünften Fouls von der Platte. Es war der eine Nackenschlag zu viel, die Deutschen zogen bis zum Ende wieder weg. Im Halbfinale warten die hoch gehandelten Französinnen, die sich in ihrem Viertelfinale gegen China klar mit 90:61 (48:31) durchsetzten.

Von Beginn an hielt das DBB-Team gegen den Favoriten gut dagegen und lieferte im ersten Viertel ein Duell auf Augenhöhe. Die Cats gingen zwar in Front, Alexandra Wilke sorgte jedoch für die erste deutsche Führung (16:15, 9.). Kurz darauf gelang ein 11:0-Lauf – zwischenzeitlich betrug der Vorsprung nach einem weiteren Korberfolg von Fiebich 13 Punkte (34:21, 13.). Auf Runs der Belgierinnen hatte das Team um die WNBA-Spielerin von New York Liberty bis zur Pause immer eine Antwort.

Vor den Augen von Dirk Nowitzki, der seinen Logenplatz vom Südkorea-Spiel gegen einen am Spielfeldrand tauschte, machte das deutsche Team in der zweiten Hälfte einfach da weiter, wo es vor dem Gang in die Kabine aufgehört hatte, fand in der Offense bessere Lösungen als der Gegner. Nyara Sabally spielte stark, stand gegen die beim Turnier bislang ungeschlagenen Cats vor 10.537 Zuschauern früh bei einem Double-Double aus Punkten und Rebounds. In der Schlussphase kam der Europameister von 2023 und 2025 zwar nochmal ran, es reichte aber nicht mehr, um das Blatt zu wenden.

<p>Für Lisowa Mbaka Maxuella und die Cats gibt es keine Medaille.</p>
Für Lisowa Mbaka Maxuella und die Cats gibt es keine Medaille. | Foto: Photo News

Als erstes Team waren zuvor die Goldfavoritinnen aus den USA ins Halbfinale gestürmt. Der Rekordchampion fertigte Ungarn im Viertelfinale am Donnerstagmittag mit 108:56 (59:30) ab und trifft nun am Samstag auf den Sieger des Duells zwischen Australien und Spanien. Als Topscorerin der Auswahl von US-Coach Kara Lawson glänzte Napheesa Collier mit 19 Zählern, fünf Spielerinnen punkteten zweistellig. Gegen die Ungarinnen um WNBA-Profi Dorka Juhasz agierte der Favorit dominant, offensiv wie defensiv. Ungarn traf wenig, leistete sich zu viele Ballverluste (27) und lief schon nach dem ersten Viertel einem beachtlichen Rückstand hinterher (12:36).

Für die USA, die ihren 34. Sieg in Folge bei einer WM einfuhren, geht es um den insgesamt zwölften WM-Titel – und den fünften in Folge. Letztmals verpassten sie vor 20 Jahren die Goldmedaille, als sie sich mit Platz drei zufriedengeben mussten und sich Australien krönte. (belga/sid/dpa/tf)

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