Lebensversicherungen verlieren gegenüber anderen Anlageprodukten an Boden. Viele Belgier halten sie für zu kompliziert und wenig transparent, wie eine Umfrage des Beratungsunternehmens Capgemini zeigt.
Demnach glaubt gut ein Drittel der Befragten, dass Lebensversicherungen zu teuer sind. Jeder Vierte kennt oder versteht die Vertragsbedingungen nicht ausreichend. Ebenso viele Verbraucher betrachten die Produkte als für sie nicht relevant. Vor allem jüngere Menschen setzten beim Vermögensaufbau zunehmend auf börsengehandelte Indexfonds (ETF), erklärt Capgemini-Vertreterin Patricia Boydens.
Auch bei der über den Arbeitgeber abgeschlossenen Gruppenversicherung bestehen Wissenslücken: Nur 15 Prozent der Befragten geben an, deren Leistungen und Vorteile gut zu verstehen. Das könne ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln, warnt Boydens.
Capgemini empfiehlt Versicherern und Maklern, verständlicher zu kommunizieren und die Vorteile ihrer Produkte stärker auf die jeweilige Lebensphase zuzuschneiden. (belga/gz)

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