Besonders kritisch sehen sie die Dimensionen des geplanten Neubaus. Nach ihren Angaben soll das Gebäude eine Höhe von rund elf Metern erreichen. „Sourbrodt ist kein Industriegebiet“, sagt die Anwohnerin Véronique. Man befinde sich weiterhin in einem ländlichen Umfeld und zudem in der Nähe eines Natura-2000-Gebiets. Die Bewohner befürchten, dass ein Gebäude dieser Größe nicht mehr zum Standort passe. Hinzu kommen Beschwerden über bestehende Belastungen. Nach Angaben der Anwohner gelangt Staub bis an die Fenster benachbarter Häuser. Einige Bewohner würden zudem frühmorgens durch laufende Maschinen gestört.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Verkehrssicherheit am nahe gelegenen Kreisverkehr. Die Anwohner fürchten, dass der geplante Bau die Sicht zusätzlich beeinträchtigen könnte. Sie fordern deshalb vor allem eine Überarbeitung der Pläne. Eine Erweiterung werde nicht grundsätzlich abgelehnt, sofern das Projekt beispielsweise niedriger ausfalle. Die Gruppe hat sich auch an die Gemeinde Weismes gewandt und Bürgermeister sowie Schöffen getroffen. Diese hätten sich die Anliegen angehört, könnten sich im laufenden Verfahren derzeit aber noch nicht positionieren.
Fabribois-Geschäftsführer Philippe Justin erklärt seinerseits, das Unternehmen nehme die Sorgen ernst. Nach Bekanntwerden der Petition habe er ein Treffen mit Anwohnern und Gemeindevertretern vorgeschlagen. Dabei seien unter anderem der Lärm der Silos, Lieferzeiten und Beleuchtung angesprochen worden. Nach Unternehmensangaben wurden bereits erste Maßnahmen eingeleitet. So soll die Isolierung der Silos verbessert werden. Zudem wurde eine akustische Untersuchung durch ein zugelassenes Büro in Auftrag gegeben. Fabribois schlägt außerdem die Einrichtung eines Begleitausschusses mit Anwohnern, Gemeinde und Unternehmen vor. „Wir wollen es richtig machen und dort nachbessern, wo es möglich ist“, sagt Justin gegenüber der frankophonen Zeitung. Er weist zugleich darauf hin, dass die Mitarbeiter nach Unternehmensangaben zwischen 7.30 und 16.30 Uhr arbeiten und keine Arbeit an Feiertagen vorgesehen sei. Beim geplanten Hallenneubau sieht Fabribois allerdings nur begrenzten Spielraum. Dessen Standort lasse sich laut Justin nur schwer verändern. Auf das Erweiterungsprojekt verzichten wolle das Unternehmen nicht. (jj)

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