Europa müsse seine Verantwortung übernehmen und die Grenze im Mittelmeer angemessen schützen, erklärte De Wever. Es werde derzeit viel über die östliche Grenze und die dortigen Bedrohungen gesprochen. Dabei dürfe die südliche Grenze im Mittelmeer nicht vergessen werden. Europa müsse Verantwortung übernehmen, „um diese Grenze zu schließen“, sagte der belgische Premier.
Auch Meloni betonte die Bedeutung eines besseren Schutzes der EU-Außengrenzen. Der Schengen-Raum könne ihrer Ansicht nach nur bestehen, wenn die Außengrenzen der Union geschützt würden und sich alle am Kampf gegen Menschenschmuggler beteiligten.
De Wever verwies zudem auf den neuen europäischen Migrations- und Asylpakt. Dieser müsse vollständig umgesetzt werden. Eine erfolgreiche europäische Migrationspolitik setze nach Ansicht des Premierministers auch eine glaubwürdige Rückführungspolitik voraus.
Politisch stehen sich De Wever und Meloni auf europäischer Ebene nahe. Die N-VA und Melonis Partei Fratelli d’Italia gehören im Europäischen Parlament derselben Fraktion an. De Wever lobte bei seinem Besuch die Zusammenarbeit mit der italienischen Regierungschefin sowie die Beziehungen zwischen Belgien und Italien.
Neben der Migration sprachen beide Regierungschefs auch über die Wettbewerbsfähigkeit Europas und die hohen Energiepreise. De Wever forderte zudem verstärkte diplomatische Anstrengungen zur Beendigung des Krieges in Europa. Auch eine intensivere Zusammenarbeit mit der italienischen Verteidigungsindustrie stellte er in Aussicht. (belga/rt)

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