„Besonderes Tennis“: Shelton fordert Alcaraz im Viertelfinale

<p>Ben Shelton schmeißt Stefanos Tsitsipas raus.</p>
Ben Shelton schmeißt Stefanos Tsitsipas raus. | Foto: dpa

Shelton verwandelte nach nur 1:51 Stunden seinen Matchball und brachte das gut besuchte Arthur Ashe Stadium zum Jubeln. „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung, es macht einfach so viel Spaß, hier zu spielen“, sagte Shelton und blickte sogleich nach vorne. Gegen Titelverteidiger Alcaraz werde er „besonderes Tennis“ brauchen, sagte der 23-Jährige: „Sein Niveau bisher war so beeindruckend.“

Alcaraz, der in New York sein Comeback nach viermonatiger Verletzungspause feiert, habe bislang „übermenschlich“ gespielt. Und, setzte Shelton hinzu, der Spanier bringe „das Stadion jedes Mal zum Leuchten. Ich glaube, das wird ein Feuerwerk.“

Für Tsitsipas hingegen endete ein gutes Turnier. Nach einer langen Leidenszeit voller Verletzungen und sportlicher Rückschläge hatte der zweimalige Grand-Slam-Finalist endlich mal wieder seine Qualität andeuten können. „So habe ich schon lange nicht mehr gespielt. Es passiert sehr leicht, dass man das Selbstvertrauen verliert, vor allem, wenn man schon lange keine Spitzenspieler mehr geschlagen hat“, sagte er nach seinem Drittrundensieg. Gegen Sheltons starke Aufschläge aber fand er kein Mittel.

Ebenfalls nicht mehr im Turnier ist Daniil Medwedew. Der Sieger von 2021 verlor gegen den US-Amerikaner Frances Tiafoe überraschend glatt mit 6:7 (1:7), 4:6, 6:7 (6:8). Shelton, Tiafoe und Co. schürten die Hoffnung auf das Ende einer bemerkenswerten Durststrecke: Seit Andy Roddicks New-York-Erfolg 2003 wartet die einstige Tennis-Großmacht USA auf einen Grand-Slam-Sieger im Herren-Einzel. In Shelton, Tiafoe und dem ungesetzten Alex Michelsen stehen bereits drei im Viertelfinale. Der junge Learner Tien, Nummer 14 der Setzliste, kann am Montag folgen.

Alcaraz hatte am New Yorker Nachmittag seine bislang beste Turnierleistung gezeigt. Mit 6:4, 6:3, 6:4 schlug er Tommy Paul (USA). „Ich bin sehr, sehr zufrieden mit der Performance“, sagte er.

Im Doppel scheiterten Sander Gillé und Sem Verbeek hingegen an der Qualifikation zum Achtelfinale. Das belgisch-niederländische Duo unterlag den Italienern Simone Bolelli und Andrea Vavassori mit 6:3, 6:4. (sid/belga/tf)

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