Eigentlich steht der international verbreitete Service-Klub der Rotarier für humanitäre Hilfe, Einsatz für Frieden und Völkerverständigung sowie Dienstbereitschaft im täglichen Leben.
Diese Eckpfeiler sind aber nur durch intensive Kameradschaft und Synergie möglich, sodass die ostbelgischen Klubs aus Malmedy, Eupen und St.Vith bereits seit über 70 Jahren den sogenannten „Kameradschaftspreis“ für Schulabsolventen ausloben.
Die Prämierung der „Kameradinnen und Kameraden 2026“ fand im Hotel-Restaurant Pip-Margraff in St.Vith statt.
Manfred Pip, Präsident des Rotary Club St.Vith, zeigte sich als diesjähriger Gastgeber besonders stolz darüber, die 14 Jugendlichen für ihre „Kameradschaft“ auszuzeichnen.
Er sagte in seiner Laudatio: „Es handelt sich bei diesem Preis um den ehrlichsten überhaupt, wird man doch von Klassenkameraden nach vielen Jahren der Gemeinschaft gewählt und auserkoren. Es handelt sich nicht um eine Momentaufnahme, sondern um einen langwierigen Prozess, der schließlich durch uns belohnt und prämiert wird.“ So waren auch viele der Laureaten regelrecht überrascht, von ihren Klassenkameraden für diesen Preis bezeichnet worden zu sein. „Eigentlich sind die Dinge, die wir gemacht und geleistet haben in einer Gesellschaft völlig normal und selbstverständlich“, so der allgemeine Tenor.
Manfred Pip betonte indes, dass diese von Schülern und Jugendlichen gelebte Kameradschaft mit den Idealen der Rotary-Philosophie übereinstimme. „Die Kernpunkte unserer Klubtätigkeit sind Toleranz gegenüber anderen, Hilfsbereitschaft und die Wahrung des gegenseitigen, zwischenmenschlichen Respekts. Das gelebte Beispiel dieser Jugendlichen ist somit mit unserem Leitspruch ‚Gib der Welt Hoffnung‘ deckungsgleich.“ Oftmals sei aber in unserer globalisierten Welt kein Platz für Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Kameradschaft, sodass die Laureaten als Multiplikatoren dieser für eine Gesellschaft unschätzbaren Werte fungieren sollten.
„Als zukünftige Gestalter solltet Ihr an diesen vorgelebten Werten festhalten, damit Ihr die Welt ein wenig besser machen könnt“, so Manfred Pip zu den Preisträgern.
Auch Philippe Warland, Rotary-Präsident in Malmedy, fand nur lobende Worte und bezeichnete die Kameradschaft und Freundschaft als ewige Errungenschaften. „Das Leben auf Erden ist vergänglich. Was bleibt ist die Erinnerung sowie die Freundschaft“. Rotary-Präsident Serge Hönders aus Eupen bescheinigte den Klassenkameraden der Preisträger eine richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Ihr seid zielstrebige Jugendliche, die für ein friedliches Miteinander eintreten.“
Die Welt brauche Personen, die Menschenkenntnis haben, denn reines Fachwissen sei bei Weitem nicht das A und O für Erfolg, Glück und Zufriedenheit im Leben.
Die Rotary-Bewegung wurde 1905 vom US-amerikanischen Anwalt Paul Harris in Chicago gegründet und zielt darauf ab eine vielseitige Wertegemeinschaft zu schaffen.
Derzeit zählt Rotary 1,2 Millionen Mitglieder, die sich in 46.000 Klubs in 200 Ländern organisieren. Das internationale Hauptaugenmerk liegt dabei in der Ausrottung der Poliomyelitis, also der Kinderlähmung.
Nach der Preisverteilung und dem Galadinner hatten die Vertreter der Rotarier und die Laureaten noch genügend Zeit zum kurzweiligen Austausch. (red/ab)
Die Preisträger im Überblick
Rotary-Club Eupen: Colin Herné (KA Eupen), Mika Ahnert (RSI Eupen), Luis Witte (CFA Kelmis), Christopher Gils (ZFP Eupen), Paul Weisshaupt und Charles Boots (PDS Eupen)
Rotary-Club Malmedy Hautes-Fagnes: Solène Batistai (AR Malmédy), Alex Roumez (IND Malmedy), Héloise Noël (AR Weismes)
Rotary-Club St.Vith-Eifel: Samira Schmidt (BIB Büllingen), Eva Rauschen (BS St.Vith), Alain Hilgers (TI St.Vith), Louisa Manderfeld (KA St.Vith), Lino Carvalho Ricardo (MG St.Vith)

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