Keine Abschnittskontrolle auf Antwerpener Ring-Bypass

<p>Der Antwerpener Ring aus der Luft</p>
Der Antwerpener Ring aus der Luft | Foto: belga

Das berichten mehrere flämische Zeitungen. Die sogenannte „Bypass“-Autobahn soll noch im Laufe dieses Monats auf ihrer gesamten Länge für den Verkehr freigegeben werden. Sie beginnt in Borgerhout, führt am AFAS Dome vorbei und endet in Merksem.

Das Video zeigt Tests auf dem neuen Bypass am Antwerpener Ring. Die 5,5 Kilometer lange provisorische Autobahn soll während des Umbaus des Merksem-Viadukts den Verkehr aufnehmen und voraussichtlich acht Jahre in Betrieb bleiben.

Die temporäre Strecke soll den Verkehr in Richtung Niederlande aufnehmen, während der Antwerpener Ring im Zuge der umfangreichen Oosterweel-Arbeiten vollständig umgebaut wird. Der Bauherr Lantis hatte ursprünglich vorgesehen, auf dem Bypass eine Abschnittskontrolle einzurichten. Damit sollte die Geschwindigkeit über eine längere Strecke überwacht werden. Nach Angaben von Lantis sollte dies dazu beitragen, Unfälle und lange Staus auf der stark befahrenen Strecke zu vermeiden. Doch dazu kommt es zunächst nicht. Das Kabinett von Mobilitätsministerin De Ridder bestätigte, dass auf die Abschnittskontrolle verzichtet wird. Die Entscheidung passe zur neuen Linie der Ministerin, zusätzliche Abschnittskontrollen zurückhaltender einzusetzen. Zudem sei bislang nicht erwiesen, dass die neue Strecke besonders unsicher sei.

Ganz vom Tisch ist eine zusätzliche Geschwindigkeitsüberwachung allerdings nicht. Der Verkehr auf dem Bypass werde genau beobachtet, erklärte De Ridder auf eine parlamentarische Anfrage. Sollten sich Sicherheitsprobleme oder regelmäßig Zwischenfälle zeigen, könne nachgesteuert werden. Nach Angaben von Lantis wird als mögliche Alternative unter anderem die Installation eines klassischen stationären Blitzers entlang des Bypasses geprüft. (belga/sc)

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