Zivilschutz: 55 Tote unter Trümmern in Gaza gefunden

<p>Der Zivilschutz in Gaza hat unter den Trümmern eines zerstörten Gebäudes die sterblichen Überreste von 55 Menschen geborgen.</p>
Der Zivilschutz in Gaza hat unter den Trümmern eines zerstörten Gebäudes die sterblichen Überreste von 55 Menschen geborgen. | Foto: Jehad Alshrafi/AP/dpa

Der Zivilschutz im Gazastreifen hat nach eigenen Angaben die sterblichen Überreste von 55 Menschen aus den Trümmern eines Wohnhauses geborgen. Das Gebäude in der Stadt Gaza sei vor zwei Jahren bei israelischen Bombenangriffen zerstört worden. Während des Gaza-Kriegs hätten sich dort Angehörige einer Familie und Binnenvertriebene aufgehalten. Eine unabhängige Bestätigung lag zunächst nicht vor.

Auslöser des Gaza-Kriegs war das Massaker der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober 2023, bei dem rund 1.200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden seitdem rund 73.400 Palästinenser getötet. Die Zahl unterscheidet nicht zwischen Zivilisten und Mitgliedern bewaffneter Gruppen.

Acht von zehn Häusern im Gazastreifen zerstört oder beschädigt

Nach Angaben des Satellitenzentrums der Vereinten Nationen (Unosat) sind während des Kriegs 82 Prozent aller Gebäude im Gazastreifen zerstört oder beschädigt worden. Die Gesundheitsbehörden in Gaza sowie UN-Organisationen und Hilfsorganisationen schätzen, dass unter den Trümmern die Überreste von 10.000 bis 14.000 verschütteten Personen liegen. Nach Angaben des Zivilschutzes fehlen Planierraupen, Bagger und Lastwagen, um den Zugang zu Vermissten und die Bergung von sterblichen Überresten zu erleichtern. Nur ein kleiner Teil der mehr als 60 Millionen Tonnen Kriegstrümmer ist bislang beseitigt worden. (dpa/sc)

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