Mit Sorge und Unverständnis beobachte ich die geplante beziehungsweise wiederkehrende Motocross-Veranstaltung in Lontzen, in einer der sonst ruhigsten Gegenden. Was für einige ein Freizeitvergnügen oder ein sportliches Ereignis darstellen mag, bedeutet für mich als unmittelbarer Anwohner: massiven Lärm, Stress und einen erheblichen Verlust an Lebensqualität. Die Lärmbelastung durch Motocross ist nicht mit gewöhnlichem Alltagslärm zu vergleichen. Es handelt sich um einen besonders aufdringlichen, dauerhaften und aggressiven Geräuschpegel, der – über den Weidezaun hinweg – über weite Entfernungen hörbar ist.
Wer wie ich in der unmittelbaren Nähe dieser Veranstaltung wohnt, kann sich dem dauerhaft aufheulenden Motorenlärm nicht entziehen. Mit geschlossenem Fenster lag der Lärmpegel während der Veranstaltung in unserem Haus bei dauerhaften 55-66 db(A). Fragwürdig ist für mich, dass hier die Interessen der Anwohner aus Lontzen ignoriert worden und hinter das Interesse des Motorsportclubs aus Kelmis gestellt wurden. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Veranstaltungen oder sportliches Engagement, doch deren Umsetzung muss für alle Betroffenen verträglich sein, und die Lebensqualität der hier lebenden Menschen darf darunter nicht leiden. Aus meiner Sicht darf die Gemeinde Lontzen sich nicht nur daran messen lassen, was sie organisiert oder erlaubt, sondern auch daran, wie sie ihre Bürger schützt.
Ich appelliere daher an die Verantwortlichen, diese Veranstaltung kritisch zu überdenken und die berechtigten Beschwerden der Anwohner ernstzunehmen. Gegenseitiger Respekt sollte hier mehr Gewicht haben als der Motorenlärm oder das Spektakel.
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