Fällt Gevaerts Rekord nach 20 Jahren? Nkansa greift beim Memorial Van Damme an

<p>Fällt Gevaerts Rekord nach 20 Jahren? Nkansa greift beim Memorial Van Damme an</p>

„Delphine Nkansa ist schon mehrmals sehr nahe herangekommen“, sagte die frühere Sprinterin und heutige Meetingdirektorin des Memorial Van Damme am Montag im Brüsseler König-Baudouin-Stadion. Bei der Europameisterschaft in Birmingham lief Nkansa zuletzt 11,06 Sekunden. „Vor heimischem Publikum wird sie hochmotiviert sein“, glaubt Gevaert.

<p>Delphine Nkansa in Aktion</p>
Delphine Nkansa in Aktion | Foto: Photo News

Die 48-Jährige selbst hatte den belgischen Rekord im Juli 2006 in Brüssel aufgestellt. Zwei Jahrzehnte später könnte ihre Bestmarke nun Geschichte werden.

„Nach 20 Jahren kann ich gut damit leben, den Rekord weiterzugeben“, sagt Gevaert. Und wenn er schon fallen sollte, hat sie einen Wunsch: „Wenn sie ihn mir wegnimmt, dann am liebsten bei unserem Event, wo ich es selbst miterleben kann.“

Ganz ohne Landesrekord würde Gevaert ohnehin nicht dastehen. Ihre Bestmarke über 200 Meter hält weiterhin. Lange hatte sie Cynthia Bolingo zugetraut, diesen Rekord zu knacken. Die 33-Jährige gab allerdings in der vergangenen Woche das Ende ihrer Karriere bekannt.

„Sie wird sehr fehlen. Sie war eine charismatische Athletin und hatte eine unglaubliche Ausstrahlung“, sagt Gevaert über Bolingo. Sie bedauere, dass ihre frühere Teamkollegin keine Abschiedstournee mehr bestreiten konnte. Sorgen um deren Zukunft macht sie sich jedoch nicht: „Sie ist ein Multitalent mit sehr vielen Fähigkeiten und wird ihren Weg schon machen.“

Rund 30.000 Zuschauer pro Tag erwartet

Für Gevaert richtet sich der Blick nun auf ein besonderes Memorial Van Damme. Die 50. Ausgabe bildet zugleich das Finale der Diamond League und wird erstmals über zwei Tage ausgetragen. Am Freitag, 4. September, und Samstag, 5. September, trifft sich ein Großteil der internationalen Leichtathletik-Elite im König-Baudouin-Stadion.

Die zweitägige Veranstaltung bedeutet für die Organisatoren allerdings auch einen erheblichen Mehraufwand. „Das bringt ein höheres Budget und deutlich mehr Arbeit mit sich, aber es wird schon klappen“, sagt Gevaert. Der Ticketverkauf laufe gut.

Mit einem komplett gefüllten Stadion rechnet die Meetingdirektorin zwar nicht, wohl aber mit einer stattlichen Kulisse: „Ausverkauft wird es nicht sein, aber ich erwarte an beiden Tagen jeweils rund 30.000 Zuschauer.“

Zum Jubiläum haben die Organisatoren zudem ein besonderes Programm vorbereitet. Am Freitag gibt es eine Eröffnungszeremonie und eine Hommage an Ivo Van Damme, dessen Name das Meeting seit seiner ersten Ausgabe trägt.

Außerdem werden drei Leichtathletik-Größen in die „Memorial Hall of Fame“ aufgenommen: Mike Boit und Dwight Stones, zwei Zeitgenossen Van Dammes, die bereits bei der Premiere des Meetings 1977 siegten, sowie die amerikanische Leichtathletik-Legende Carl Lewis. (belga/calü)

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