Das Projekt wurde im März 2024 von der Polizeizone Hekla gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Antwerpen und VIAS gestartet. Zur Polizeizone gehören die Gemeinden Hove, Edegem, Kontich, Lint und Aartselaar. Ziel ist es, Jugendliche frühzeitig für ihre Verantwortung im Straßenverkehr zu sensibilisieren.
Das System funktioniert stufenweise: Bei einem ersten Verkehrsverstoß werden die Eltern schriftlich informiert. Wird der Jugendliche innerhalb eines Jahres ein zweites Mal erwischt, muss er verpflichtend an einem Verkehrskurs teilnehmen. Dieser kostet 50 Euro.
Seit Beginn des Projekts wurden in der Polizeizone insgesamt 563 Verkehrsverstöße von Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren registriert. Rund 40 von ihnen wurden innerhalb eines Jahres ein zweites Mal auffällig und mussten beziehungsweise müssen deshalb an einem Verkehrskurs teilnehmen.
Lediglich zwei Jugendliche verstießen mehr als zweimal gegen die Verkehrsregeln. Für die Verantwortlichen ist das ein Hinweis darauf, dass bereits die erste Reaktion Wirkung zeigen kann.
„Durch den stufenweisen Ansatz werden viele Jugendliche bereits nach dem ersten Verstoß sensibilisiert“, erklären Polizei, Staatsanwaltschaft und VIAS. Dass die Jugendlichen von der Polizei angesprochen würden und gleichzeitig ein Brief an die Eltern gehe, führe offenbar dazu, „dass viele ihr Verhalten sofort anpassen“.
Auch von Eltern und den betroffenen Jugendlichen selbst gebe es positive Rückmeldungen. Polizei, Staatsanwaltschaft und VIAS bewerten die bisherigen Ergebnisse deshalb ebenfalls positiv. Das Projekt soll jungen Verkehrsteilnehmern nicht erst nach schweren oder wiederholten Verstößen die möglichen Folgen ihres Verhaltens vor Augen führen, sondern möglichst früh ansetzen. (belga/calü)

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