Der Brite setzte sich vor seinem Landsmann Charlie Aldridge (+17 Sekunden) und dem Kanadier Cole Punchard (+31 Sekunden) durch. Der niederländische Straßenrad-Star Mathieu van der Poel fand nie richtig in den Wettkampf und beendete das Rennen auf Rang 30 (+4:40 Minuten).
„Der Weg hierher nach der Tour war schwierig“, sagte Pidcock nach dem Rennen. „Ich möchte diesen Sieg ‚Finn‘ Tarling widmen. Und ‚Josh‘: Ihn bei der Vuelta am Start zu sehen, war unglaublich. Dieser Sieg ist für ihn und seine Familie.“ Joshua Tarling ist der Bruder des verstorbenen Finlay.
Pidcock setzte sich in Val di Sole trotz Rückenproblemen durch. „Ich bin am Freitag im Training ziemlich schwer gestürzt. Schon in der ersten Runde hatte ich Rückenschmerzen“, erklärte er. Auf dem anspruchsvollen Kurs habe er darauf geachtet, seine Grenzen nicht zu überschreiten. In den letzten beiden Runden habe er dann „alles geben“ müssen, um vor dem Sprint eine entscheidende Lücke herauszufahren.
Allzu häufig wird Pidcock sein Regenbogentrikot im kommenden Jahr allerdings nicht tragen. „Ich werde nächstes Jahr nicht viel Mountainbike fahren. Ich werde mich auf die Straße konzentrieren und dann für die Olympischen Spiele in Los Angeles 2028 zum Mountainbike zurückkehren.“
Die Schweizerin Sina Frei setzt sich bei den Frauen durch
Die Schweizerin Sina Frei hat sich am Sonntag erstmals in ihrer Karriere den Weltmeistertitel im Mountainbike gesichert. Die 29-Jährige gewann das Cross-Country-Rennen der Frauen nach einer langen Solofahrt. Die einzige Belgierin Emeline Detilleux belegte mit mehr als neun Minuten Rückstand Rang 29.
Frei setzte sich bereits früh von der Konkurrenz ab und fuhr anschließend ungefährdet zum Titel. Im Ziel betrug ihr Vorsprung 1:07 Minuten. Im Sprint der Verfolgerinnen sicherte sich die Italienerin Martina Berta Silber vor der Schweizerin Nicole Koller. Die Niederländerin Puck Pieterse verpasste als Vierte knapp das Podium. (mn/belga)

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