Erneut Feuer im Hohen Venn: N68 bleibt am Donnerstagabend gesperrt

<p>Auch Tage nach dem verheerenden Brand im Hohen Venn sind in der weitläufigen Brandfläche noch Rauchschwaden zu sehen. Immer wieder können Glutnester im Boden erneut aufflammen.</p>
Auch Tage nach dem verheerenden Brand im Hohen Venn sind in der weitläufigen Brandfläche noch Rauchschwaden zu sehen. Immer wieder können Glutnester im Boden erneut aufflammen. | Foto: belga

Nach Angaben der Dienste des Gouverneurs der Provinz Lüttich, Hervé Jamar (MR), entstand der neue Brandherd am Rand eines Laubwaldes. Sonnenschein und zeitweise auftretender Ostwind hätten die Entwicklung begünstigt. Acht zusätzliche Einsatzfahrzeuge aus verschiedenen Hilfeleistungszonen wurden angefordert.

Unterstützung erhielten die Bodentrupps aus der Luft: Ein Hubschrauber der föderalen Polizei führte im Laufe des Tages wiederholt gezielte Wasserabwürfe durch. Die Einsatzkräfte mussten häufig eingreifen, konnten das Feuer letztlich aber eindämmen.

Eric Hellebrandt, Sprecher der Polizeizone Weser-Göhl, hatte dem GrenzEcho die Straßensperrung bereits am Nachmittag auf Nachfrage bestätigt. Baelens Bürgermeisterin Nathalie Thönnissen erklärte gegenüber der Zeitung „L’Avenir“, dass der betroffene Bereich innerhalb des bereits abgegrenzten Brandgebiets liege. „Es besteht kein Grund zur Panik“, betonte sie.

Die Arbeiten sind allerdings noch nicht beendet. Die Flächen müssen weiter intensiv gewässert werden. Hinzu kommen umfangreiche Arbeiten zur Beseitigung umgestürzter Bäume sowie zum Abtragen der oberen Bodenschicht. Die Einsatzkräfte hoffen zudem, dass die für den Abend angekündigten Gewitter die Arbeiten nicht erschweren und gleichzeitig genügend Regen bringen, um die Lage weiter zu entspannen.

Das Feuer im Hohen Venn war am 14. August ausgebrochen und hatte mehr als 3.000 Hektar Naturfläche erfasst. Die Einsatzkräfte hatten bereits darauf hingewiesen, dass auch nach der weitgehenden Eindämmung weiterhin Glutnester aufflammen können.

Erst am Dienstagmorgen waren die während des Vennbrands gesperrten Straßen nach elf Tagen wieder freigegeben worden. Neben der N68 zwischen Malmedy und Eupen betraf dies die N676 zwischen Sourbrodt und Mont Rigi sowie die N672 zwischen Jalhay und Belle-Croix. Nun ist ein Teil der N68 vorübergehend wieder dicht. (belga/calü)

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