Der Satellit mit dem Namen „Meteosat Third Generation Imager-2“ soll am Donnerstagabend um 22.10 Uhr in Französisch-Guayana ins All starten. Nach Angaben des föderalen Dienstes für Wissenschaftspolitik (Belspo) handelt es sich um einen der bislang komplexesten und innovativsten Wettersatelliten.
Im Vergleich zu seinen Vorgängern soll er Bilder in höherer Auflösung und in kürzeren Abständen liefern. Meteorologen können dadurch gefährliche Wetterentwicklungen schneller erkennen – und im Ernstfall früher Warnungen an die Bevölkerung herausgeben.
Welche Bedeutung solche zusätzlichen Informationen haben können, unterstreicht Belspo-Chef Arnaud Vajda mit einem Blick zurück auf eine der schwersten Unwetterkatastrophen der jüngeren belgischen Vergangenheit.
„Wir wissen leider nur zu gut, was schwere Unwetter in unserem Land anrichten können“, erklärt Vajda. „Genau vor 15 Jahren kamen Menschen ums Leben, als ein plötzliches schweres Unwetter über Pukkelpop hereinbrach.“ Satelliten wie dieser könnten den Wetterdiensten helfen, solche Phänomene schneller zu erkennen und besser vorherzusagen. „Dadurch können Warnungen früher verbreitet werden.“
Bei dem Unglück auf dem Musikfestival Pukkelpop im August 2011 waren fünf Menschen ums Leben gekommen.
Belgisches Know-how an Bord
Auch Belgien hat seinen Anteil an der neuen Weltraummission. Belgische Wissenschaftler entwickelten nach Angaben von Belspo wichtige Komponenten für den Satelliten und unterstützten das Projekt darüber hinaus.
Sobald der neue Meteosat seinen Betrieb aufgenommen hat, werden die gesammelten Daten verschiedenen Einrichtungen im In- und Ausland zur Verfügung stehen. In Belgien gehört dazu insbesondere das Königliche Meteorologische Institut (KMI), das die Satellitendaten für seine Wetterbeobachtungen und Prognosen nutzen kann. (belga/calü)

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