TEC-Streik legt Teile der Wallonie lahm

<p>Der Streik bei der TEC sorgt für erhebliche Einschränkungen im wallonischen Nahverkehr.</p>
Der Streik bei der TEC sorgt für erhebliche Einschränkungen im wallonischen Nahverkehr. | Foto: belga

Im Raum Lüttich-Verviers fällt derzeit etwa jede dritte Fahrt aus. Die Depots sind nach Angaben der TEC allerdings nicht blockiert, sodass die verfügbaren Fahrzeuge regulär ausrücken können.

„Die Störungen hängen mit den Mitarbeitern zusammen, die sich an der Streikbewegung beteiligen und ihren Dienst nicht antreten“, erklärte Isabelle Tasset, Sprecherin des TEC-Netzes Lüttich-Verviers, am Donnerstagmorgen.

In Lüttich kann der Busway 2 bislang größtenteils bedient werden. Auch die Straßenbahn der Maasstadt fährt, allerdings mit einem deutlich ausgedünnten Angebot: Statt des regulären Takts wird derzeit nur etwa jede zweite Verbindung angeboten.

In Charleroi fahren fast keine Busse und Trams

Noch deutlich größer sind die Auswirkungen in Charleroi. In der Stadt und der umliegenden Region fahren – abgesehen von wenigen Ausnahmen – weder Busse noch Trams.

Auch in Namur müssen sich Fahrgäste auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Nach Angaben der RTBF fallen dort mehr als 40 Prozent der vorgesehenen Fahrten aus.

Der Streik macht sich zudem in anderen Teilen der Wallonie bemerkbar. In den Provinzen Wallonisch-Brabant und Hennegau sind laut den Informationen auf der TEC-Webseite ebenfalls sämtliche Linien in unterschiedlichem Ausmaß betroffen.

Die TEC empfiehlt seinen Fahrgästen deshalb, nach Möglichkeit auf andere Verkehrsmittel auszuweichen und sich kurz vor der geplanten Abfahrt über die Webseite oder die App über die aktuelle Lage zu informieren. Ausgefallene Verbindungen werden direkt in der Fahrplansuche angezeigt.

Der Arbeitskampf ist auf zwei Tage angesetzt. Auch am Freitag rechnet die TEC daher mit erheblichen Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr.

Hintergrund des Streiks ist ein Streit um die sogenannten Ökoschecks im Wert von jährlich 100 Euro. Die Gewerkschaften fordern, dass die Beschäftigten diese auch 2026 erhalten. Die bisherige Vereinbarung war im vergangenen Jahr ausgelaufen. Die TEC-Direktion lehnt eine Verlängerung unter anderem mit den notwendigen Sparmaßnahmen aber ab. Ein Treffen zwischen Direktion und Gewerkschaften am Dienstag brachte keine Einigung und konnte den angekündigten Streik nicht mehr abwenden. (belga/calü)

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