Flandern will Umsatz seiner Videospielbranche bis 2030 verdoppeln

<p>Auf der Gamescom in Köln präsentiert Flandern einen neuen Aktionsplan für die heimische Videospielindustrie. Ziel ist es, den Umsatz der Branche bis 2030 zu verdoppeln.</p>
Auf der Gamescom in Köln präsentiert Flandern einen neuen Aktionsplan für die heimische Videospielindustrie. Ziel ist es, den Umsatz der Branche bis 2030 zu verdoppeln. | Archivbild: belga

Die flämische Videospielbranche erzielte im vergangenen Jahr mit 76,5 Millionen Euro einen Rekordumsatz. Dennoch benötigen die 145 erfassten Studios mit insgesamt 728 Vollzeitäquivalenten weiterhin strukturelle Begleitung und öffentliche Unterstützung. Insbesondere müsse privates Kapital mobilisiert werden, damit die Branche den nächsten Entwicklungsschritt machen könne, erklärte der flämische Branchenverband Flega am Dienstag.

Als Reaktion darauf kündigte die flämische Regierung am Mittwoch einen Aktionsplan an, mit dem der Umsatz der heimischen Videospielindustrie bis 2030 auf mindestens 150 Millionen Euro gesteigert werden soll.

Die Strategie sieht unter anderem einen besseren Zugang zu bestehenden Finanzierungsmöglichkeiten vor. Dazu gehören die Fördermittel des Flämischen Audiovisuellen Fonds (VAF), der derzeit eine zentrale Rolle bei der Finanzierung von Prototypen und der Entwicklung neuer Projekte spielt. Eine zentrale Anlaufstelle soll Unternehmen künftig durch die verschiedenen Fördermöglichkeiten führen. Zudem ist die Einrichtung eines speziellen Gründerzentrums für die Branche vorgesehen.

Van Achter will außerdem die Zusammenarbeit mit anderen Wirtschaftszweigen fördern. Technologien wie Künstliche Intelligenz, Extended Reality (XR) und 3D-Echtzeitanwendungen sollen dadurch verstärkt in Bereichen wie Gesundheit, Industrie und Bildung zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus soll Flandern international stärker als Standort für die Entwicklung von Videospielen positioniert werden. Geplant sind unter anderem Auftritte auf internationalen Messen sowie Wirtschaftsmissionen, um ausländische Investoren anzuziehen. Gleichzeitig sollen ausländische Unternehmen dazu bewegt werden, eigene Studios in Flandern anzusiedeln. (belga/rt)

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