[Live] Tag sechs des Vennbrands: Bewohner von Küchelscheid und Leykaul dürfen zurückkehren

<p>[Live] Tag sechs des Vennbrands: Bewohner von Küchelscheid und Leykaul dürfen zurückkehren</p>
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„Venn Fire Watch“ bündelt verlässliche Informationen

17.02 Uhr: Gerüchte und ungenaue Karten in den sozialen Netzwerken sorgen rund um den Vennbrand für zusätzliche Verunsicherung. Der Eupener Entwickler Philippe Schommers hat deshalb innerhalb weniger Stunden die Online-Plattform „Venn Fire Watch“ aufgebaut, die wichtige Informationen zur Lage übersichtlich zusammenführt. HIER können Sie den ganzen Bericht lesen.

Minister Quintin: Internationale Hilfe bleibt so lange wie nötig

16.34 Uhr: Belgien kann bei der Bekämpfung des Vennbrands weiterhin auf ausländische Unterstützung zählen. Der Antrag auf europäische Hilfe sei bis zum Ende der Woche verlängert worden, erklärte Innenminister Bernard Quintin (MR) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Spa.

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Quintin will zudem mit EU-Kommissarin Hadja Lahbib (MR) klären, wie die Unterstützung auch in den kommenden Wochen gesichert werden kann. Dabei könne das bisherige oder ein anderes europäisches Hilfsverfahren zum Einsatz kommen.

Die Kritik an den begrenzten belgischen Löschkapazitäten wies der Föderalminister zurück. Mit den Hubschraubern der Föderalpolizei verfüge das Land über eigene Mittel. Im europäischen Solidaritätssystem müsse jedoch nicht jeder Mitgliedstaat sämtliche Spezialausrüstung selbst vorhalten. Belgien habe am Freitagabend Hilfe angefordert und rasch Unterstützung erhalten – so, wie das Land seinerseits Nachbarstaaten helfe.

Einwohner von Küchelscheid und Leykaul dürfen nach Hause

16.06 Uhr: Die vorsorglich evakuierten Bewohner von Küchelscheid und Leykaul in der Gemeinde Bütgenbach dürfen in ihre Häuser zurückkehren. Das teilten die Gemeinde Bütgenbach und der Gouverneur der Provinz Lüttich, Hervé Jamar (MR), mit.

Die evakuierten Einwohner dürfen ab 17 Uhr wieder nach Hause. Die Entscheidung betrifft die Rurstraße sowie die Straßen Leykaul, Am Breitenbach, Schieferweg, Auf dem Hau, Rickshelderweg und Am Schwarzbach.

Für die Rückkehr sollen ausschließlich die Hauptzufahrtsstraßen genutzt werden. Die N669 zwischen Bütgenbach und Monschau wird wieder für den Verkehr freigegeben, teilten die Behörden mit.

Das Aufnahmezentrum in Malmedy bleibt dennoch für Menschen geöffnet, die vorerst nicht nach Hause zurückkehren möchten. Die am Samstag evakuierten Einwohner von Sourbrodt hatten bereits am Montagabend die Erlaubnis zur Rückkehr erhalten.

Insgesamt mussten am Samstag rund 600 Menschen wegen des Vennbrands vorsorglich ihre Häuser verlassen.

Feuerwehrkommandant Francis Cloth zur Lage im Venn

15.16 Uhr: Der Vennbrand stabilisiert sich zunehmend, doch für die Einsatzkräfte ist die Arbeit noch lange nicht beendet. Im Gespräch mit dem GrenzEcho erklärt Francis Cloth, Kommandant der Hilfeleistungszone DG, wie die Löscharbeiten vorankommen, was die Helfer derzeit besonders belastet und welche Herausforderungen in den kommenden Tagen und Wochen warten. Das ausführliche Interview können Sie HIER lesen.

Luftqualität rund um das Brandgebiet deutlich verbessert

14.52 Uhr: Die Luftqualität im weiteren Umfeld des Vennbrands ist am Mittwoch überwiegend gut. Das geht aus Messdaten hervor, die die Plattform Wallonair am Nachmittag veröffentlicht hat.

An den beiden nächstgelegenen Messstationen in Eupen und Vielsalm wurde die Luftqualität als „sehr gut“ eingestuft. Die Feinstaubkonzentration blieb seit dem Morgen unter 20 Mikrogramm pro Kubikmeter. Am Sonntag war zeitweise noch ein Spitzenwert von 670 Mikrogramm gemessen worden. Bereits ab 75 Mikrogramm gilt die Luftqualität als „sehr schlecht“. Auch in Luxemburg und im Nordosten Frankreichs haben sich die Werte verbessert. Nach Einschätzung der französischen Messstelle Atmo Grand Est tragen vor allem das kühle und feuchte Wetter dazu bei.

Die regionale Gesundheitsbehörde Aviq rät den Menschen im betroffenen Gebiet dennoch vorsorglich, Fenster und Türen geschlossen zu halten und sich möglichst in Innenräumen aufzuhalten.

Mehrere Straßen rund um das Brandgebiet weiterhin gesperrt

14.11 Uhr: Wegen des Vennbrands bleiben mehrere Straßen im und rund um das Einsatzgebiet für den Verkehr gesperrt. Das geht aus einer aktuellen Übersicht des wallonischen Verkehrsdienstes Trafiroutes hervor.

Die N68 entlang von Mont Rigi und Baraque Michel ist zwischen Malmedy und Eupen weiterhin nicht befahrbar. Gesperrt bleiben außerdem die N672 zwischen Jalhay und Baraque Michel sowie die N676 zwischen Ovifat und Mont Rigi.

Auf der N629 in Richtung Gileppe-Talsperre steht lediglich eine Fahrspur zur Verfügung. Die Strecke wird von den Einsatzkräften für die Wasserversorgung genutzt. Aus demselben Grund ist auch die Zufahrt zum See von Robertville über die N681 gesperrt.

Nicht befahrbar sind zudem die N669 zwischen Elsenborn und der deutschen Grenze sowie die N647 zwischen Elsenborn und Bütgenbach. Autofahrer werden weiterhin gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Als Ausweichrouten werden die Autobahnen E42 und E40 sowie eine Umleitung über Deutschland empfohlen.

Bericht warnte schon im März vor fehlenden Luftkapazitäten

13.47 Uhr: Bereits Monate vor dem Großbrand im Hohen Venn hatte das Belgian Wildfire Network der Universitäten Gent und Lüttich vor Schwachstellen bei der belgischen Waldbrandbekämpfung gewarnt. In einem im März an die zuständigen Minister des Landes übermittelten Bericht bemängelten die Experten unter anderem fehlende Erfahrung, eine uneinheitliche Strategie und vor allem begrenzte Kapazitäten zur Brandbekämpfung aus der Luft.

Die vergangenen Tage haben die Debatte darüber neu entfacht: Beim Vennbrand ist Belgien auf Löschflugzeuge und Hubschrauber aus mehreren europäischen Ländern angewiesen. Mehr zu dem Bericht und den Forderungen der Experten lesen Sie HIER.

Nach dem Vennbrand: Brüssel sieht erhöhtes Risiko im Sonienwald

13.24 Uhr: Angesichts der anhaltenden Trockenheit bereiten sich auch die Brüsseler Behörden auf mögliche Brände im Sonienwald (Französisch: Forêt de Soignes) vor. Ein Einsatzplan liegt vor, Zufahrtswege und Wasserstellen sind erfasst. Sieben Treffpunkte sollen es Forstbediensteten ermöglichen, die Feuerwehr schnell ins betroffene Gebiet zu führen.

Die Umweltverwaltung Bruxelles Environnement bewertet die Lage dennoch als „sehr besorgniserregend“. Rund sechs Prozent des Brüsseler Waldgebiets gelten wegen Nadelbäumen und trockener Vegetation als besonders gefährdet. Die Niederschläge dieser Woche dürften nicht ausreichen, um die ausgetrockneten Böden nachhaltig zu durchfeuchten.

Spezielle Waldbrandfahrzeuge besitzt die Brüsseler Feuerwehr nicht. Im Ernstfall könnten jedoch geländegängige Fahrzeuge aus benachbarten Hilfeleistungszonen angefordert und Tankwagen zur Wasserversorgung eingesetzt werden. Nach Einschätzung der Behörden könnte bei einem größeren Feuer eine Unterstützung auf regionaler, föderaler oder sogar europäischer Ebene notwendig werden.

Fluthelfer Markus Wipperfürth unterstützt Einsatz im Venn

13.07 Uhr: Während der Flutkatastrophe im Ahrtal organisierte Markus Wipperfürth über soziale Medien Tausende freiwillige Helfer. Nun unterstützt er mit seinem Team die Löscharbeiten im Hohen Venn. Das GrenzEcho hat ihn am Dienstag während seines Einsatzes getroffen – HIER geht es zum Bericht.

Sieben Hubschrauber und zwei Löschflugzeuge im Einsatz

12.50 Uhr: Die Löscharbeiten aus der Luft sind am Mittwoch deutlich ausgeweitet worden. Insgesamt stehen sieben Hubschrauber und zwei schwedische Löschflugzeuge für den Einsatz im Hohen Venn bereit. Koordiniert werden die Flüge vom Flugplatz in Spa aus.

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Zum Aufgebot gehören zwei norwegische und zwei deutsche Hubschrauber, ein niederländischer Chinook sowie zwei Maschinen der Föderalpolizei. Einer der Polizeihubschrauber koordiniert die Einsätze aus der Luft, die übrigen Maschinen werfen Wasser über dem Brandgebiet ab. Auch die beiden schwedischen Löschflugzeuge starteten gegen Mittag.

Der Chinook nimmt Wasser an der Eupener Wesertalsperre auf, die deutschen Hubschrauber nutzen die Gileppe-Talsperre. Die schwedischen Flugzeuge und die norwegischen Maschinen werden an einem See in Deutschland versorgt. Der Löschbehälter des belgischen Polizeihubschraubers wird aus mobilen Wasserbecken befüllt.

Der Schwerpunkt liegt am Mittwoch auf der Nordost- und Südostflanke. Dort soll der Boden möglichst stark durchnässt werden, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern, erklärte SPW-Sprecherin Anne Dalemans. Sie koordiniert die Luftoperationen in Spa gemeinsam mit rund 50 Fachleuten aus Belgien, Deutschland, Schweden, den Niederlanden und der Europäischen Union.

„HAASte Töne?!“ und WeltmusikFest wechseln kurzfristig den Spielort

12.23 Uhr: Der Vennbrand bringt auch das Eupener Kulturwochenende in Bewegung: Das WeltmusikFest und „HAASte Töne?!“ ziehen kurzfristig von der Unterstadt zum Alten Schlachthof und auf die angrenzenden Flächen am Lascheterweg um. Die beiden Events finden vom 21. bis 23. August wie geplant statt. Mehr dazu lesen Sie HIER.

Niederländische „Handcrew“ unterstützt Einsatz im Venn

12.00 Uhr: Die Einsatzkräfte im Hohen Venn erhalten seit Mittwoch Unterstützung durch eine spezialisierte „Handcrew“ aus den Niederlanden. Das teilte der niederländische Minister David van Weel auf der Plattform X mit.

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Die Einheit ist für Einsätze zu Fuß in schwer zugänglichem Gelände ausgebildet. Ihre Aufgabe besteht vor allem darin, brennbares Pflanzenmaterial zu entfernen und Glutnester abzulöschen.

Gemeinsame Spendenaktion für das Hohe Venn gestartet

11.47 Uhr: GE Media, die König-Baudouin-Stiftung und der Bürgerfonds Ostbelgien haben gemeinsam eine Spendenaktion für das vom Vennbrand betroffene Gebiet gestartet. Alle Informationen zur Aktion und zu den Spendenmöglichkeiten finden Sie HIER.

Einsatzkräfte könnten im Tagesverlauf reduziert werden

11.35 Uhr: Der Vennbrand ist vollständig eingekreist und bleibt innerhalb der gezogenen Linien. Einzelne Brandstellen sind erneut aufgeflammt, konnten nach Angaben des Gouverneurs der Provinz Lüttich, Hervé Jamar (MR), jedoch unter Kontrolle gebracht werden.

Derzeit wird geprüft, ob das Aufgebot im Laufe des Mittwochs angepasst und voraussichtlich verkleinert werden kann.

Für die evakuierten Einwohner der Gemeinde Bütgenbach bleibt die vorsorgliche Anordnung bestehen. Das Aufnahmezentrum im Sportzentrum von Malmedy ist weiterhin geöffnet. Dort werden Ruheplätze, Verpflegung und Unterstützung angeboten. Für Fragen zur aktuellen Lage steht die Informationsnummer 1771 zur Verfügung.

Nord- und Ostflanke bleiben unter besonderer Beobachtung

11.18 Uhr: Obwohl der Vennbrand in der Nacht eingekreist werden konnte, bleibt die Lage vor allem an der Nord- und Ostflanke angespannt. Im nördlichen Bereich gibt es weiterhin Glutnester und einzelne Stellen, an denen das Feuer erneut aufgeflammt ist, erklärte Stéphanie Ernoux, Kommunikationsverantwortliche beim Zentrum für Risikokoordination und Expertenvermittlung (Cortex) des Öffentlichen Dienstes der Wallonie, gegenüber der Nachrichtenagentur Belga.

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An der Ostflanke hat sich der Brand nicht weiter ausgebreitet. Das Gebiet wird jedoch engmaschig überwacht.

Vollständig unter Kontrolle ist der Brand weiterhin nicht. Ziel der Einsatzkräfte ist es, das Feuer dauerhaft einzudämmen. Entscheidend wird sein, wie sich die aufflammenden Brandstellen entwickeln und ob sie gehalten werden können. Neben den Bodentrupps soll auch die Unterstützung aus der Luft fortgesetzt werden.

Fünf Löschhubschrauber vom Flugplatz in Spa im Einsatz

11.07 Uhr: Zwei norwegische Hubschrauber sind am Mittwoch gegen 10.30 Uhr vom Flugplatz in Spa in Richtung Brandgebiet gestartet. Kurz nach 11 Uhr folgte eine deutsche Maschine, wie die Nachrichtenagentur Belga vor Ort beobachtete. Alle drei transportieren Löschwasser in Behältern unterhalb der Hubschrauber.

Auch zwei Hubschrauber der belgischen Föderalpolizei beteiligen sich an den Löscharbeiten und fliegen regelmäßig über das betroffene Gebiet. Der Vennbrand ist inzwischen eingekreist, aber noch nicht vollständig unter Kontrolle.

Korrektur: Chinook-Hubschrauber stehen einsatzbereit

10.30 Uhr: Anders als zunächst gemeldet, stehen die beiden niederländischen Chinook-Hubschrauber für einen möglichen Einsatz im Hohen Venn bereit. Ob sie aufsteigen können, hängt von der Wetterlage ab.

Die zwei Maschinen kehren nach ihren Einsätzen jeweils in die Niederlande zurück, was die Wartung erleichtert, erklärte der niederländische Pilot Michiel gegenüber dem flämischen Rundfunk (VRT). Am Dienstag hätten die Hubschrauber ausschließlich wegen der schlechten Wetterbedingungen nicht löschen können. Eine technische Überprüfung war demnach nicht der Grund für die Pause.

Bütgenbach: Bewohner dürfen noch nicht zurück

10.16 Uhr: Obwohl es bei der Bekämpfung des Vennbrands positive Nachrichten gibt und die Einsatzkräfte das Feuer inzwischen einkreisen konnten, dürfen die evakuierten Bewohner der Gemeinde Bütgenbach noch nicht in ihre Häuser zurückkehren. Das teilte Bürgermeister Daniel Franzen (CSP) am Mittwochvormittag mit.

„Aus gesundheitlichen und sicherheitsrelevanten Gründen ist eine Rückkehr der Bewohner leider noch nicht möglich“, erklärte Franzen. Knapp 100 Menschen bleiben damit weiterhin vorsorglich evakuiert.

Wann die Maßnahme aufgehoben werden kann, steht derzeit nicht fest. Nach Angaben des Bürgermeisters wird die Entwicklung fortlaufend beobachtet und neu bewertet.

Vennbrand könnte lokales Klima langfristig verändern

9.22 Uhr: Der Großbrand im Hohen Venn hinterlässt nach Einschätzung von Karsten Brandt nicht nur eine zerstörte Landschaft. Der Gründer und Geschäftsführer des Wetterdienstes Donnerwetter.de, der regelmässig Wetterkolumnen für das GrenzEcho schreibt, geht davon aus, dass sich auch die klimatischen und meteorologischen Eigenschaften der betroffenen Flächen über längere Zeit verändern könnten.

<p>Karsten Brandt</p>
Karsten Brandt | Foto: David Hagemann

Auf den großflächig verbrannten Arealen verschiebt sich demnach die Energiebilanz: Die dunklen Böden nehmen mehr Sonnenenergie auf und erwärmen sich dadurch stärker. Zugleich fehlt vielerorts die Vegetation, die der Umgebung zuvor durch die Verdunstung von Wasser Wärme entzogen und damit für natürliche Kühlung gesorgt hat.

Im Hohen Venn kommt hinzu, dass neben Waldflächen auch Moor- und Torfböden betroffen sind. Diese können nach einem Brand noch über längere Zeit Kohlenstoff freisetzen. Brandt hält derzeit eine Größenordnung von mehr als einer Million Tonnen CO2 für realistisch. Dabei handelt es sich um eine erste Schätzung des Wetterexperten.

Die Folgen könnten weit über das eigentliche Brandereignis hinausreichen. Verbrannte Gebiete weisen laut Brandt häufig über Jahre hinweg ein verändertes Temperatur-, Feuchte- und Verdunstungsverhalten auf. Ob und wie stark sich dies im Hohen Venn etwa auf die bodennahe Erwärmung oder die Entstehung von Schauern und Gewittern auswirkt, müssten weitere Messungen zeigen.

„Das Feuer hinterlässt damit nicht nur eine verbrannte Landschaft – es verändert auch deren klimatische und meteorologische Eigenschaften“, erklärt Brandt. Eine ausführliche Einordnung will Donnerwetter.de am Mittwochnachmittag veröffentlichen.

Psychologische Akuthilfe für Einsatzkräfte

8.51 Uhr: Das Beratungs- und Therapiezentrum (BTZ) und das Netzwerk Mentale Gesundheit Ostbelgien (NMGo) bieten psychologische Akutversorgung für die Einsatzkräfte und freiwilligen Helfer des Vennbrands an. Das Angebot richtet sich unter anderem an Feuerwehr, Polizei, Zivilschutz, Forstdienst, Armee, Landwirte und beteiligte Unternehmen.

Psychologen und Therapeuten unterstützen Betroffene auf Deutsch, Französisch und Englisch – telefonisch oder direkt vor Ort. Einsatzkräfte können die Hilfe über die Einsatzleitungszentrale anfordern.

Vennbrand eingekreist – Wichtige Schneise fertiggestellt

8.23 Uhr: Den Einsatzkräften ist es in der Nacht zum Mittwoch gelungen, den Vennbrand vollständig einzukreisen. Im schwer zugänglichen Teil des Brandgebiets wurde zudem eine wichtige Schneise fertiggestellt. Sie ist inzwischen befahrbar und bildet eine Sicherungslinie gegen eine weitere Ausbreitung der Flammen.

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Auch dank der günstigeren Wetterbedingungen bewegt sich das Feuer deutlich langsamer. Unter Kontrolle ist der Brand jedoch noch nicht: Während der Nacht flammte es an mehreren Stellen erneut auf. „So weit sind wir noch nicht“, erklärte Tony Hosmans, Verantwortlicher für die Krisenkommunikation des Lütticher Provinzgouverneurs.

Entscheidend bleiben daher die Einsatzkräfte am Boden. Zusätzliche Hilfe aus der Luft ist weiterhin von der Wetterlage abhängig. Bei einer Besprechung der verschiedenen Einheiten am Mittwochmorgen soll das weitere Vorgehen festgelegt werden. „Wir haben ein wenig Hoffnung“, sagte Hosmans. Die Einsatzkräfte hoffen, die Lage im Laufe des Tages weiter zu stabilisieren.

Niederländische Chinook-Hubschrauber bleiben am Boden

7.44 Uhr: Die beiden niederländischen Chinook-Hubschrauber werden am Mittwoch nicht zu Löscheinsätzen über dem Hohen Venn aufsteigen. Das teilte Stéphanie Ernoux, Kommunikationsverantwortliche beim Zentrum für Risikokoordination und Expertenvermittlung (Cortex) des Öffentlichen Dienstes der Wallonie, mit.

Es wird davon ausgegangen, dass die Maschinen einer technischen Kontrolle unterzogen werden. Die Hubschrauber hatten die Brandbekämpfung in den vergangenen Tagen aus der Luft unterstützt.

Ob die übrigen Löschhubschrauber und -flugzeuge am Mittwoch eingesetzt werden können, ist wegen der Wetterbedingungen noch unklar. Am Vormittag bereitet vor allem der Wind Probleme, für den späten Nachmittag wird zudem stärkerer Regen erwartet. Die Lage soll im Laufe des Tages erneut bewertet werden.

Alte Munition explodiert im Brandgebiet

6.55 Uhr: Im Hohen Venn ist in den vergangenen Tagen vereinzelt alte Munition aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert. Eine Gefahr für die Einsatzkräfte bestand nach Angaben des Gouverneurs der Provinz Lüttich, Hervé Jamar (MR), bislang nicht.

Die betroffenen Bereiche seien bekannt und in den Einsatzplänen vermerkt. Die Rettungsdienste behielten das Risiko im Blick und passten ihr Vorgehen entsprechend an.

Veranstaltungen in Weismes verboten

6.23 Uhr: Die Gemeinde Weismes untersagt bis auf Weiteres sämtliche organisierten Veranstaltungen und Versammlungen in dem auf ihrem Gebiet gelegenen Teil des Hohen Venns. Bürgermeister Eugène Wansart erließ dazu am späten Dienstagnachmittag eine Verordnung.

Das Verbot umfasst unter anderem Sport- und Kulturveranstaltungen, Feste, Freizeitaktivitäten und öffentliche Versammlungen. Damit soll die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet werden. Zudem könnten die Rettungsdienste derzeit nicht für mögliche Zwischenfälle bei Veranstaltungen abgezogen werden, da sie bei der Bekämpfung des Vennbrands im Einsatz sind.

Aufnahmezentrum in Malmedy vorerst leer

6.11 Uhr: Das Aufnahmezentrum im Sportzentrum von Malmedy war am Dienstagabend leer. Seit den Evakuierungen in Sourbrodt, Küchelscheid und Leykaul hatten dort rund 15 Menschen Zuflucht gefunden.

Die letzten vier Bewohner aus der Gemeinde Weismes konnten am Dienstag nach Hause zurückkehren. Zwei weiterhin evakuierte Einwohner aus der Gemeinde Bütgenbach wurden vom zuständigen ÖSHZ anderweitig untergebracht. Eine wohnungslose Person wird inzwischen vom ÖSHZ Malmedy betreut.

Als Sporthalle wird das Gebäude dennoch vorerst nicht genutzt. Das Aufnahmezentrum bleibt einsatzbereit, solange die Evakuierung von Küchelscheid und Leykaul nicht aufgehoben ist, erklärte Malmedys Bürgermeister Jean-Paul Bastin. (belga/calü)

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