Neue EU-Abgabe zeigt Wirkung: Deutlich weniger Pakete in Lüttich

<p>Am Flughafen Lüttich ist das Aufkommen von E-Commerce-Paketen im Juli deutlich gesunken.</p>
Am Flughafen Lüttich ist das Aufkommen von E-Commerce-Paketen im Juli deutlich gesunken. | Foto: belga

Grund ist eine neue EU-Zollregelung, die seit dem 1. Juli gilt. Für E-Commerce-Sendungen mit einem Wert von weniger als 150 Euro aus Nicht-EU-Ländern entfällt die bisherige Zollbefreiung. Verbraucher müssen nun eine pauschale Abgabe von drei Euro entrichten.

Nach Angaben des Flughafens hat die neue Regelung die Struktur der Importe deutlich verändert. Die Zahl der Zollanmeldungen sank im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um 52 Prozent und gegenüber Juni sogar um 67 Prozent.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Pakete mit einem Warenwert von mehr als 150 Euro laut einer Zollquelle um zehn Prozent. Dies deutet darauf hin, dass Logistikunternehmen ihre Warenströme an die neuen Bedingungen anpassen.

Die Abgabe soll die große Zahl an Kleinsendungen aus Nicht-EU-Ländern und die damit verbundene Belastung des Zolls reduzieren. Zudem soll sie Wettbewerbsnachteile europäischer Unternehmen gegenüber vor allem chinesischen Onlinehändlern begrenzen.

Belgienweit registrierte der Zoll im Juli nach ersten Schätzungen rund 35 Prozent weniger Anmeldungen als ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Rückgang um 1,26 Millionen Kleinsendungen.

Nach Angaben der Zeitung „Het Laatste Nieuws“, die sich auf den Zoll beruft, brachte die neue Abgabe dem belgischen Staat innerhalb eines Monats rund 42,5 Millionen Euro ein. (belga/rt)

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