Punkte für Tempo 250: Mobilitätsminister Crucke nimmt Raser-App ins Visier

<p>Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke lässt prüfen, ob gegen die umstrittene App TripRank in Belgien vorgegangen werden kann.</p>
Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke lässt prüfen, ob gegen die umstrittene App TripRank in Belgien vorgegangen werden kann. | Foto: belga

In ihren Nutzungsbedingungen untersagt die App ausdrücklich rücksichtsloses Fahren und illegale Straßenrennen. Das Punktesystem scheint jedoch einen gegenteiligen Anreiz zu setzen: Je schneller die Nutzer fahren, desto mehr Punkte erhalten sie und desto höher steigen sie in einer weltweiten Rangliste.

Wer etwa eine Geschwindigkeit von 250 km/h erreicht, kann laut „Het Laatste Nieuws“ auf seinem Profil einen „sehr guten Score“ vorweisen.

Mobilitätsminister Crucke lässt deshalb prüfen, ob ein Verbot der App in Belgien möglich ist. „Wir wissen von der Existenz einer solchen App und analysieren die Situation gemeinsam mit den zuständigen Partnern, insbesondere der Justiz“, erklärte Crucke gegenüber „Het Laatste Nieuws“. Die Förderung unangemessenen Fahrverhaltens oder überhöhter Geschwindigkeit stehe im Widerspruch zu den Bemühungen, die Straßen sicherer zu machen.

Auch die föderale Polizei und das Verkehrssicherheitsinstitut Vias warnen vor der Anwendung. Diese fördere besonders gefährliches Fahrverhalten, betonen beide Stellen.

TripRank wurde weltweit rund 250.000 Mal heruntergeladen. Wie viele Menschen die App in Belgien nutzen, ist nicht bekannt. (belga/rt)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment