Die sogenannten P-Züge verkehren ausschließlich zu den Hauptverkehrszeiten und absolvieren in der Regel jeweils eine Fahrt am Morgen und am Abend. Tagsüber stehen die Züge im Freien und heizen sich entsprechend stark auf.
Bei besonders hohen Temperaturen könne ein sicherer Betrieb für Fahrgäste und Personal nicht mehr gewährleistet werden, erklärt die SNCB. Bei den eingesetzten Fahrzeugen handelt es sich häufig um ältere Züge, die nicht über eine Klimaanlage verfügen.
Durch die Verringerung der Zahl der eingesetzten Züge soll außerdem das Risiko reduziert werden, dass ein Zug bei großer Hitze auf offener Strecke liegen bleibt.
Die hohen Temperaturen können sich zudem auf die Bahninfrastruktur auswirken. Oberleitungen dehnen sich bei großer Hitze aus, wodurch das Risiko eines Schadens bei der Durchfahrt eines Zuges steigt. Ab Temperaturen von mehr als 35 Grad nimmt laut SNCB auch das Risiko einer Ausdehnung der Schienen zu. Die dadurch entstehenden Spannungen können im schlimmsten Fall zu Verformungen der Gleise führen. (belga/rt)

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