Im dritten Versuch seiner Vorrundenserie erreichte Yanni Sampson 7,97 Meter. Damit blieb er zwar fünf Zentimeter hinter seinem persönlichen Rekord, sicherte sich aber einen Platz im Finale am Dienstagabend (ab 21.16 Uhr). Für das qualifizierten sich die zwölf besten Springer. „Schon hier zu sein, ist ein Kindheitstraum. Geschweige denn, ins Finale zu kommen“, staunte der 21-Jährige: „Die 7,91 Meter im ersten Sprung waren schon gut und haben mir Selbstvertrauen verliehen. Heute Morgen war ich ziemlich nervös, aber einmal in der Halle habe ich mich beruhigt. Dass ich diese Saison an vielen Wettkämpfen teilgenommen habe, hat mir dabei geholfen, mich nicht zu sehr aus der Fassung zu bringen.“
Am weitesten sprangen am Montagmittag der Italiener Francesco Inzoli (8,34 Meter), der Serbe Luka Boskovic (8,33 Meter) und der Grieche Miltiadis Tentoglou (8,26 Meter). Für das Finale steckt sich Yanni Sampson hohe Ziele: „Vielleicht der U23-Landesrekord von 8,07 Metern. Aber ich mache mir keinen großen Druck. Im schlimmsten Falle werde ich Zwölfter, was schon sehr gut ist.“

Weltmeister Mattia Furlani musste hingegen nach einer Verletzung im Rollstuhl abtransportiert werden. Der italienische Mitfavorit landete in der Qualifikation nach seinem Versuch auf 7,73 Meter unglücklich in der Sandgrube. Danach hielt sich der 21-Jährige das rechte Bein und humpelte stark. Furlani konnte nicht mehr zu den weiteren beiden Versuchen antreten. Medizinisches Personal schob ihn daraufhin im Rollstuhl aus dem Alexander Stadium. Der Olympia-Dritte von Paris hatte sich im Vorjahr mit 8,39 Metern den WM-Titel in Tokio geholt. In dieser Saison sprang Furlani bisher 8,43 Meter, damit kam er als Nummer fünf in Europa zur EM.
Jonathan Sacoor befindet sich über 400 Meter im wahrsten Sinne des Wortes hingegen noch im Rennen. Er gewann seine Serie in 45,60 Sekunden, während Dylan Borlée als nur Zwölftbester von insgesamt 23 Athleten ausschied (46,17 Sekunden). Am Dienstagabend (22 Uhr) stehen die Halbfinals auf dem Programm, am Mittwoch (21.50 Uhr) folgt das Finale.
Über 100 Meter Hürden lief Yanla Ndjip-Nyemeck in der Spat-Session in 12,87 Sekunden ins Halbfinale vom Dienstag (20.55 Uhr).
Im Finale über 5.000 Meter lief Isaac Kimeli lange vorne mit, musste in der letzten Runde aber abreißen lassen und landete in 13:23,17 Minuten auf dem neunten Platz. Vor einem Jahr hatte er bei der WM in Tokio überraschend Silber gewonnen. Diesmal ging Gold einmal mehr an Jakob Ingebrigtsen. Der norwegische Superstar sicherte sich in 13:15,29 Minuten seine dritte Europameisterschaft in Serie und seinen siebten EM-Titel insgesamt. Silber ging an den Deutschen Florian Bremm, Bronze an den Franzosen Etienne Daguinos. (belga/dpa/tf)

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