Weniger Raucher in Belgien: Nur zwei EU-Länder schneiden besser ab

<p>Der Anteil der täglichen Raucher in Belgien ist in den vergangenen Jahren weiter gesunken.</p>
Der Anteil der täglichen Raucher in Belgien ist in den vergangenen Jahren weiter gesunken. | Foto: afp

Wie die Zeitung „La Meuse“ unter Berufung auf aktuelle Zahlen der Europäischen Union berichtet, konsumierten 2025 noch 13,6 Prozent der Menschen in Belgien täglich Tabak oder verwandte Produkte. 2022 waren es 14,2 Prozent gewesen. Berücksichtigt werden dabei neben klassischen Tabakprodukten unter anderem E-Zigaretten, Nikotinbeutel und erhitzte Tabakprodukte.

Mit 13,6 Prozent weist Belgien den drittniedrigsten Anteil innerhalb der Europäischen Union auf. Lediglich in den Niederlanden mit 9,9 Prozent und in Irland mit 11,7 Prozent liegt die Quote noch niedriger.

Die Entwicklung ist auch deshalb von Bedeutung, weil die Föderalregierung bis 2040 eine Generation ohne Tabak anstrebt. Rauchen verursacht nach Angaben von „La Meuse“ hierzulande jährlich rund 9.000 vorzeitige Todesfälle.

Europaweit geht der Konsum zurück

Auch auf europäischer Ebene zeigt die Kurve leicht nach unten. 2025 konsumierten 16,5 Prozent der EU-Bürger ab 16 Jahren täglich Tabak oder verwandte Produkte. Drei Jahre zuvor waren es noch 17,5 Prozent. In insgesamt 17 EU-Staaten ging der Anteil zurück.

Deutliche Unterschiede gibt es zwischen Männern und Frauen. EU-weit konsumierten 20,8 Prozent der Männer täglich entsprechende Produkte, bei den Frauen waren es 12,6 Prozent. Beide Werte lagen etwas niedriger als 2022.

Besonders verbreitet ist der tägliche Konsum in der Altersgruppe zwischen 35 und 49 Jahren. Dort liegt der Anteil bei 21,3 Prozent. Es folgen die 25- bis 34-Jährigen mit 19,9 Prozent sowie die 50- bis 64-Jährigen mit 19,8 Prozent.

Bei den jüngeren und älteren Menschen sind die Werte deutlich niedriger: Unter den jüngsten erfassten Personen liegt die Quote bei 12,1 Prozent, in der ältesten Altersgruppe bei 9,1 Prozent.

Große Unterschiede innerhalb der EU

Während Belgien im europäischen Vergleich weit unten liegt, sieht die Situation in anderen Mitgliedstaaten deutlich anders aus. Den höchsten Anteil täglicher Konsumenten verzeichnet Bulgarien mit 26,3 Prozent. Dahinter folgen Schweden mit 23,9 Prozent und Kroatien mit 23,6 Prozent. (calü)

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