Tour de France Femmes: Vollering entreißt Niewiadoma Gelb – Kopecky wird Fünfte

<p>Die Niederländerin Demi Vollering durfte am Samstag jubeln.</p>
Die Niederländerin Demi Vollering durfte am Samstag jubeln. | Foto: afp

Nach 171,9 Kilometern von Sisteron nach Nizza setzte Vollering rund sechs Kilometer vor dem Ziel zum entscheidenden Angriff an. Die Europameisterin vom Team FDJ United-Suez löste sich an einem steilen Abschnitt im Anschluss an die Côte de la Ginestière von ihren Konkurrentinnen.

Niewiadoma und die italienische Meisterin Elisa Longo Borghini konnten zunächst folgen, doch kurz vor der Kuppe musste die Polin abreißen lassen. Vollering zog alleine davon und brachte ihren Vorsprung bis ins Ziel.

Longo Borghini wurde Zweite, Niewiadoma kam mit 17 Sekunden Rückstand als Dritte ins Ziel. Für Vollering war es bereits der zweite Etappenerfolg bei dieser Tour. Am Mittwoch hatte die 29-Jährige die fünfte Etappe nach Belleville-en-Beaujolais gewonnen.

Nur acht Sekunden vor Niewiadoma

Damit wechselte das Gelbe Trikot innerhalb von 24 Stunden erneut die Besitzerin. Niewiadoma hatte Vollering am Freitag mit einer starken Vorstellung am Mont Ventoux die Gesamtführung abgenommen. Vor der Samstags-Etappe trennten die beiden lediglich 15 Sekunden.

Nun liegt Vollering acht Sekunden vor Niewiadoma. Die Schweizerin Marlen Reusser folgt mit 1:12 Minuten Rückstand auf Rang drei.

Für Spannung ist vor der letzten Etappe damit gesorgt. Am Sonntag stehen nur noch 99,2 Kilometer rund um Nizza auf dem Programm, die es allerdings in sich haben. Gleich viermal muss der Col d’Eze bezwungen werden. Beim letzten Anstieg führt die Strecke über den Col des Quatre Chemins mit durchschnittlich 8,2 Prozent Steigung auf 3,4 Kilometern.

Kopecky landet auf Rang fünf

Lotte Kopecky konnte unterdessen ihre womöglich letzte Chance auf einen Etappensieg nicht nutzen. Die zweifache Weltmeisterin hielt sich in der anspruchsvollen Schlussphase zwar lange in der Spitzengruppe, konnte auf Vollerings Angriff aber nicht reagieren.

38 Sekunden nach der Siegerin sprintete Kopecky um Rang vier. Dabei musste sich die Belgierin Kim Le Court aus Mauritius geschlagen geben und belegte schließlich den fünften Platz.

Geprägt wurde die Etappe zuvor von Maeva Squiban und Loes Adegeest. Das Duo hatte sich zeitweise einen Vorsprung von sechs Minuten erarbeitet. Im Finale schmolz dieser jedoch schnell dahin. Squiban stürzte schwer, Adegeest wurde neun Kilometer vor dem Ziel als letzte Ausreißerin gestellt.

Nicht mehr am Start stand Vorjahressiegerin Pauline Ferrand-Prévot. Die Französin hatte vor der vorletzten Etappe aufgegeben. In der Gesamtwertung hatte sie zu diesem Zeitpunkt als 14. bereits 14:37 Minuten Rückstand. (belga/calü)

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