Anderlecht erwischte im ausverkauften Lotto Park einen denkbar schlechten Start. Bereits nach zwei Minuten brachte Abraham die Schweden in Führung. Nach dem 1:1 aus dem Hinspiel wäre die Mannschaft von Trainer Vitor Bruno damit zwischenzeitlich ausgeschieden. Hammarby bestimmte die erste Halbzeit weitgehend und traf zudem zweimal den Pfosten.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Anderlecht jedoch wie ausgewechselt. Danylo Sikan erzielte kurz nach Wiederanpfiff den Ausgleich und stellte auch im Gesamtergebnis auf 2:2. Die Gastgeber erhöhten anschließend den Druck und wurden kurz vor Schluss belohnt: Mihajlo Cvetkovic staubte zum 2:1 ab und brachte Anderlecht erstmals in Führung. In der Nachspielzeit machte Tristan Degreef mit dem 3:1 endgültig alles klar.

RSCA-Trainer Vítor Bruno lobte nach dem Schlusspfiff vor allem die Reaktion seiner Mannschaft nach der Pause. „Die Mentalität hat sich in der zweiten Halbzeit verändert – und das hat uns den Sieg gebracht“, erklärte der Portugiese. Ein Sonderlob erhielt Mihajlo Cvetkovic, der nach seiner Einwechslung das entscheidende 2:1 erzielte. „Wenn er jedes Mal so spielt, setze ich ihn künftig zu Beginn immer auf die Bank“, scherzte Bruno. Anschließend erklärte er, dass der junge Serbe nach einer kleinen Verletzung in der Vorbereitung zunächst den Anschluss verloren habe. „Jetzt ist er wieder vollständig fit. Er hat ein besonderes Profil und setzt den Gegner hervorragend unter Druck. Genau das erwarte ich von den Einwechselspielern: Sie müssen genauso wichtig sein wie die Startelf – vielleicht sogar noch wichtiger. Sie sollen den Unterschied machen. Daran arbeiten wir jeden Tag.“
In der dritten Qualifikationsrunde wartet auf die „Veilchen“ nun der griechische Vertreter PAOK Saloniki. Das Hinspiel steigt am Donnerstag, 6. August, in Griechenland, das Rückspiel folgt eine Woche später, am Donnerstag, 13. August, im Anderlechter Lotto Park.
Roef wird zum Elfmeterhelden für Gent

Auch Gent hatte gegen den ukrainischen Klub LNZ Cherkasy große Mühe. Nachdem bereits das Hinspiel torlos geendet hatte, fielen auch im Rückspiel in der regulären Spielzeit und in der Verlängerung keine Treffer. Die Entscheidung musste daher im Elfmeterschießen fallen.
Dort behielten die „Buffalos“ mit 4:2 die Nerven. Torhüter Davy Roef avancierte mit einer entscheidenden Parade zum Matchwinner, zudem setzte ein ukrainischer Schütze den Ball an die Latte. Gent verwandelte dagegen alle seine Strafstöße sicher.
In der nächsten Qualifikationsrunde trifft Gent auf den schwedischen Traditionsklub IFK Göteborg. Das Hinspiel findet kommende Woche in Schweden statt, das Rückspiel eine Woche später in der Planet Group Arena. (calü)

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