„Die UEFA und ihre 55 Mitgliedsverbände stehen geschlossen zusammen. Wir lehnen den Vorschlag der FIFA, Eigentumsanteile an der Weltmeisterschaft und anderen FIFA-Wettbewerben auf private Investoren zu übertragen, einstimmig und unmissverständlich ab“, hieß es. Die Weltmeisterschaft dürfe nicht als „Anlageprodukt behandelt werden. Sie ist eines der größten Vermächtnisse des Fußballs.“ Die Weltmeisterschaft stehe „nicht zum Verkauf“.
Die FIFA und ihr Präsident sind in ihrem Plan, Anteile an der WM zu verkaufen, offensichtlich bereits fortgeschritten. Laut übereinstimmender Medienberichte soll Infantino den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist bis zum 19. September gesetzt haben. Die Verbände werden mit hohen Summen und der Aussicht auf eine nochmals erweiterte WM geködert. Eine einfache Mehrheit soll ausreichen, um die Vorhaben umzusetzen. Ein Boykott der UEFA könnte Infantinos Pläne massiv ins Wanken bringen.
Der FIFA-Chef verteidigt sein Vorhaben energisch. Dieses sei „eine Gelegenheit, keine Verpflichtung“, sagte Infantino. Er verspreche sich davon die „Erschließung bisher nicht realisierter Werte“. Die „kommerzielle Seite des Fußballs“ zu stärken, sei der logische nächste Schritt in der Entwicklung. (mn/sid)

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