Energetische Sanierung zählt

<p>Das Immobilienangebot zwischen De Panne und Knokke-Heist ist nicht beliebig ausbaufähig, da die Gemeinden weiterhin einen sorgsamen Blick auf den Schutz der urwüchsigen Natur haben.</p>
Das Immobilienangebot zwischen De Panne und Knokke-Heist ist nicht beliebig ausbaufähig, da die Gemeinden weiterhin einen sorgsamen Blick auf den Schutz der urwüchsigen Natur haben.

Es sind teils nur wenige hundert Meter, die den Preis entscheidend beeinflussen, sprich: die Nähe zum Strand. So kann ein Appartement in weniger als hundert Metern Entfernung zur „digue“ mit sage und schreibe 24,5 Prozent mehr zu Buche schlagen als ein weiter entfernter Standort. Und der Kauf einer Wohnung in mehr als einem Kilometer Distanz zur Strandpromenade wäre gar um 41,6 Prozent günstiger. Womit laut Analyse von ImmoWeb der nachdrückliche Beweis erbracht ist, dass an der Küste weiterhin allein die Lage den Preis diktiert.

Auffällig in dieser Erhebung auch das gestiegene Qualitätsniveau der Appartements in den vergangenen Jahren. Vor allem der energetischen Auf- respektive Umrüstung gilt seitens vieler Besitzer das nachhaltige Augenmerk. Auch da die potenziellen Käufer gerade in besagtem Bereich ihre Ansprüche deutlich nach oben schrauben. Nur wenn der energetische Standard gewährleistet ist, sind Interessenten bereit, tiefer in die Tasche zu greifen.

Heißt im Umkehrschluss: Wo der PEB-Wert unterdurchschnittlich ist (gerade in älteren Residenzen zunehmend der Fall), drücken die Käufer hartnäckig den Preis. Im Wissen, dass sie nachfolgend für eine angemessene Instandsetzung (tief) in die eigene Tasche greifen müssen.

Weshalb bauliche Sanierung und energetische Renovierung in den letzten Jahren auf dem Immobilienmarkt an der Küste stark vorangetrieben wurden. Denn nur mit einem Appartement im gehobenen Segment (besonders mit Blick auf Heizung, Isolierung, Fenster) lässt sich der erhoffte Preis erzielen.

Erkannt haben Eigentümer und/oder Promotor eine solche Notwendigkeit vor allem in Ostende, wo in der Zwischenzeit bei vier von fünf Appartements, die älter als zehn Jahre sind, im Energieausweis ein „A“ oder „B“ steht. Jedoch fast ausschließlich in Residenzen an der Promenade, meist inklusive Meerblick! Wogegen die Bestandsware in der Ostender Innenstadt merklich älter ist und stark renovierungsbedürftiger bleibt. Hier erreicht nur jedes zweite Appartement einen vorgenannten Wert im höheren energetischen Segment.

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