Die Strafen reichen von 15 Monaten bis zu 14 Jahren. Der flüchtige niederländische Drogenboss Jos Leijdekkers, genannt „Bolle Jos“, erhielt mit 14 Jahren die höchste Strafe. Der frühere Bandidos-Anführer Geert Frisson wurde zu 13 Jahren, Tom Bastiaanse, der „Escobar der Kempen“, zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Fünf Angeklagte, darunter zwei Anwälte, wurden freigesprochen.
Das Strafgericht Tongern ordnete zudem die Einziehung von Vermögensvorteilen in Höhe von mehr als 68 Millionen Euro an. Beschlagnahmt werden sollen außerdem zahlreiche Immobilien, Fahrzeuge und Luxusgüter, darunter spanische Immobilien und teure Uhren.
Die Ermittlungen hatten 2019 nach dem Fund von 2,8 Tonnen Kokain in einem Container mit Tropenholz aus Costa Rica begonnen. Vier kriminelle Organisationen sollen beim Kokainschmuggel über den Hafen von Antwerpen zusammengearbeitet haben. Das Urteil fällt deutlich milder aus als die von der Staatsanwaltschaft geforderten insgesamt 451 Jahre Haft – unter anderem wegen der leichten Überschreitung der angemessenen Verfahrensdauer. Gegen das Urteil kann noch Berufung eingelegt werden. (belga/gz)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren