Im Rahmen einer Umfrage gaben 33,3 Prozent der Modehändler an, mehr verkauft zu haben als im Sommer 2025. 27,5 Prozent erreichten ein ähnliches Ergebnis wie im Vorjahr, während 39,1 Prozent geringere Umsätze verzeichneten.
„Der Sommerschlussverkauf startete zwar mit schönem Sommerwetter, doch die Hitzewelle in der ersten Juliwoche war für viele Modehändler ein Dämpfer“, erklärt Handelsexperte Chiel Sterckx. „Viele Kunden blieben den Geschäften fern. Und diejenigen, die einkaufen gingen, entschieden sich vorrangig für klassische Sommerartikel. Teurere Kleidungsstücke wie Sommerpullover oder Hosen blieben dagegen häufiger liegen.“
Badebekleidung gefragt, Schuhe weniger
Die hohen Temperaturen beeinflussten auch, welche Produkte gefragt waren. Während Bekleidungs- und Schuhgeschäfte unter der Hitze litten, profitierten Dessous- und Wäschegeschäfte von einer deutlich höheren Nachfrage nach Badebekleidung.
Zwar kehrten in den letzten beiden Wochen des SSV wieder mehr Kunden in die Einkaufsstraßen zurück, doch das konnte die schwachen ersten beiden Wochen nicht mehr vollständig ausgleichen.
Neben dem Wetter belasten nach Einschätzung der Branche auch die internationale Lage und wirtschaftliche Unsicherheiten die Kauflust. „Nicht nur das Wetter hat den Modehändlern zugesetzt. Auch die Kriege in der Ukraine und im Iran sowie die Sorge vor steigenden Öl- und Verbraucherpreisen im Herbst drücken auf die Stimmung der Konsumenten – das spüren unsere Händler deutlich“, sagt Sterckx.
Zudem sehen Mode Unie und Unizo den Wettbewerb durch internationale Onlinehändler wie Shein und Amazon weiterhin als große Herausforderung.
Trotz des verhaltenen Sommers blicken viele Händler vorsichtig optimistisch auf die kommende Wintersaison. 71 Prozent der Befragten rechnen damit, mindestens so viel oder sogar mehr zu verkaufen als im vergangenen Winter. (belga/calü)

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