Anderlecht empfängt im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League den schwedischen Vertreter Hammarby (20.30 Uhr). Das Hinspiel in Stockholm endete 1:1, nachdem die „Veilchen“ den Sieg erst in der Schlussphase aus der Hand gegeben hatten. Danylo Sikan hatte den belgischen Rekordmeister früh in Führung gebracht, ehe Frank Adjei kurz vor Schluss ausglich.
Trainer Vitor Bruno muss im ausverkauften Anderlechter Lotto Park auf den gesperrten Nathan Saliba verzichten, der im Hinspiel die Rote Karte gesehen hatte. Zudem fehlen weiterhin die verletzten Killian Sardella, Ilay Camara und Lucas Hey.
Im Falle eines Weiterkommens trifft Anderlecht in der nächsten Runde auf den Sieger des Duells zwischen PAOK Saloniki und Dynamo Kiew. Sollte das Team ausscheiden, würde es in die dritte Qualifikationsrunde der Conference League wechseln.
Bruno fordert mehr Einsatz
Vor dem Rückspiel machte Trainer Vitor Bruno deutlich, worauf es seiner Mannschaft ankommen wird. „Hammarby kann besser spielen als im Hinspiel. Aber wir müssen weiter kämpfen. Wir müssen uns für die nächste Runde qualifizieren. Dafür arbeiten wir. Es gibt nur diesen einen Weg“, sagte der Portugiese.
Besonders von seinen zahlreichen jungen Spielern erwartet Bruno mehr Konsequenz. „Die jungen Spieler von Anderlecht sind alle talentiert. Das Potenzial ist riesig. Talent kann Spiele gewinnen, aber nur harte Arbeit sorgt für eine lange Karriere“, erklärte er. Sein Ziel sei es, den Spielern primär Einsatzbereitschaft zu vermitteln. „Ich möchte, dass sie sich später an mich als den Trainer erinnern, der sie immer wieder an ihre Grenzen gebracht hat.“
Im Hinspiel hatte Bruno mit den beiden erst 17-jährigen Joshua Nga Kana und Jayden Onia Seke überrascht, während erfahrenere Akteure zunächst auf der Bank Platz nahmen. Eine Sonderbehandlung für einzelne Spieler schließt der Trainer aus. „Ich möchte, dass die Jungs verstehen, dass man immer alles geben und Leistung bringen muss. Für alle gelten dieselben Regeln. Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass selbst unsere erfahreneren Spieler noch sehr jung sind.“
Gent ohne Sicherheitsnetz
Parallel kämpft auch KAA Gent um den Einzug in die dritte Qualifikationsrunde der Conference League (20.30 Uhr). Nach dem torlosen Hinspiel gegen den ukrainischen Vertreter LNZ Cherkasy müssen die „Buffalos“ vor eigenem Publikum gewinnen, um den Europapokaltraum am Leben zu halten.
Anders als Anderlecht hat Gent bei einer Niederlage keine zweite Chance in einem anderen Wettbewerb. Fraglich ist zudem der Einsatz von Stürmer Wilfried Kanga, der wegen einer Knöchelverletzung das Abschlusstraining verpasste.

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