Die besten Pressefotos der Welt sind in Knokke zu sehen

<p>Große Bilder, große Geschichten: Die World Press Photo-Ausstellung macht bis zum 19. August Station in Knokke-Heist.</p>
Große Bilder, große Geschichten: Die World Press Photo-Ausstellung macht bis zum 19. August Station in Knokke-Heist. | Foto: belga

Die Küstengemeinde richtet die Ausstellung bereits zum 24. Mal aus und gehört damit zu den rund 60 Städten weltweit, die für die Tour ausgewählt wurden. „Es ist ein ruhiger, einzigartiger Ort, an dem die Besucher die Bilder auf sich wirken lassen können“, sagte Kulturschöffe Yves Merlevede bei der Eröffnung. Da die Ausstellung frei zugänglich ist, werden keine Besucherzahlen erhoben.

Die unabhängige Stiftung World Press Photo mit Sitz in Amsterdam zeichnet seit 1955 herausragende Leistungen im Fotojournalismus und in der Dokumentarfotografie aus. Seit 2021 setzt die Organisation verstärkt auf eine ausgewogenere geografische Vertretung. Die eingereichten Arbeiten werden zunächst von regionalen Jurys bewertet. Zudem stammt inzwischen die Mehrheit der ausgezeichneten Fotografen aus den Ländern, über die sie berichten.

In diesem Jahr umfasst die Ausstellung die 42 Siegerbilder der inzwischen 69. Ausgabe des Wettbewerbs. Sie wurden aus 57.376 Fotografien ausgewählt, die 3.747 Fotografen aus 141 Ländern eingereicht hatten.

Die Bilder dokumentieren einige der wichtigsten Ereignisse und Krisen der vergangenen Monate. Zu sehen sind unter anderem Aufnahmen aus den Kriegen im Gazastreifen und in der Ukraine, von Protestbewegungen in Argentinien, Madagaskar und Nepal sowie Fotografien zur Klimakrise und zu Polizeigewalt.

Bei der Eröffnung erinnerte Ausstellungsmanager Arthur Sigu Jeanjean an die zunehmend schwierigen Arbeitsbedingungen für Journalisten weltweit. Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen sei die Pressefreiheit derzeit so stark unter Druck wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Im Jahr 2025 seien 129 Journalisten und Medienmitarbeiter während ihrer beruflichen Tätigkeit getötet worden – so viele wie nie seit Beginn der Datenerhebung vor rund 30 Jahren. Die meisten Opfer wurden in Palästina gezählt.

Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Desinformation unterstrich die Organisation zudem die Bedeutung authentischer Bildberichterstattung. Jede ausgestellte Fotografie werde vor der Prämierung einer forensischen Prüfung unterzogen, um ihre Echtheit zu bestätigen.

Den Titel World Press Photo des Jahres 2026 gewann die US-amerikanische Fotografin und vierfache Pulitzer-Preisträgerin Carol Guzy. Ausgezeichnet wurde ihr Bild „Separated by ICE“, das zeigt, wie eine Migrantenfamilie in New York durch die US-Einwanderungsbehörde auseinandergerissen wird. (belga/calü)

Die Ausstellung im Garten des Kulturzentrums Scharpoord ist täglich frei zugänglich und kann bis einschließlich 19. August besichtigt werden. Weitere Infos gibt es HIER.

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