Neue Statbel-Zahlen: Hitzewelle mit dramatischen Folgen für Belgien

<p>Ein Bestatter holt eine Leiche aus seinem Leichenwagen, um sie für die Beerdigung vorzubereiten. Die Hitzewelle hat in Belgien nach vorläufigen Berechnungen mehr als 2.000 Menschen das Leben gekostet.</p>
Ein Bestatter holt eine Leiche aus seinem Leichenwagen, um sie für die Beerdigung vorzubereiten. Die Hitzewelle hat in Belgien nach vorläufigen Berechnungen mehr als 2.000 Menschen das Leben gekostet. | Foto: Francois Lo Presti/afp

Am 27. Juni registrierte Statbel rund 650 Todesfälle, einen Tag später waren es etwa 640. Höhere Tageswerte wurden bislang lediglich am 10. April 2020 mit 675 und am 8. April 2020 mit 641 Todesfällen verzeichnet.

Belgien war vom 17. bis 28. Juni von einer außergewöhnlich langen und intensiven Hitzewelle betroffen. Am Höhepunkt kletterten die Temperaturen auf nahezu 40 Grad. Bereits zuvor hatte das Gesundheitsinstitut Sciensano mitgeteilt, dass die Hitzewelle zu einer Übersterblichkeit von mehr als 2.000 Menschen geführt habe.

Statbel weist darauf hin, dass es sich um vorläufige Sterbezahlen für den Monat Juni 2026 handelt. Die Daten beruhen auf einer ersten Auswertung des Nationalregisters mit Stand vom 18. Juli.

Auch regional zeigen sich Unterschiede. Nach den bisherigen Zahlen starben im Juni insgesamt 9.741 Menschen in Belgien. Davon entfielen 5.351 Todesfälle auf Flandern, 3.582 auf die Wallonie und 808 auf die Region Brüssel-Hauptstadt.

Die endgültigen Zahlen könnten sich nach Abschluss der Auswertung noch geringfügig ändern. (belga/calü)

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