Auslöser des Konflikts war die von Ryanair scharf kritisierte Erhöhung der Flugsteuer. Auf Druck der wallonischen Regionalregierung wurde die ursprünglich geplante Anhebung jedoch abgeschwächt. Dennoch hielt Europas größte Billigfluggesellschaft an ihrer Ankündigung fest, ihre Aktivitäten in Charleroi deutlich zu reduzieren.
„Die Entscheidung liegt allein bei Ryanair“, erklärte Clarinval. Verantwortung zu übernehmen bedeute, einen ausgewogenen Kompromiss zu finden. Die wallonische Regierung habe für den Flughafen Charleroi Steuererleichterungen im Umfang von 30 Millionen Euro erreicht. Auf föderaler Ebene sei zudem beschlossen worden, die Flugsteuer so anzupassen, dass belgische Flughäfen gegenüber ausländischen Standorten weniger benachteiligt würden.
Konkret soll die Abgabe für internationale Flüge zwischen 500 und 3.500 Kilometern ab 2027 von zehn auf sieben Euro gesenkt werden. Damit will die Föderalregierung die Wettbewerbsfähigkeit belgischer Flughäfen stärken.
Clarinval sprach von einer „ausgezeichneten Zusammenarbeit“ zwischen der Föderalregierung und der wallonischen Regierung. Beide hätten ihre Möglichkeiten ausgeschöpft, um den Standort Charleroi zu unterstützen. Die Regierung bleibe weiterhin in engem Kontakt mit der Betreibergesellschaft des Flughafens BSCA, um die Entwicklung genau zu verfolgen. (belga/calü)

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