Das Ergebnis belief sich auf 538 Millionen Euro und wurde nach Angaben des Unternehmens vor allem durch die Auswirkungen des Nahostkriegs auf Kerosinpreise und Nachfrage belastet. Zwar hat Ryanair die Preise für 80 Prozent des Treibstoffbedarfs des laufenden Geschäftsjahres langfristig abgesichert. Dennoch stiegen die Betriebskosten um elf Prozent, da sich der Preis für nicht abgesichertes Kerosin im ersten Quartal mehr als verdoppelt habe, erklärte Konzernchef Michael O’Leary in einer Mitteilung.
Im Video: Aufnahmen von einem „Spottertag“ am Landesflughafen in Zaventem. Dabei erhalten Luftfahrtbegeisterte ausnahmsweise Zugang zu Bereichen des Rollfelds.
Zudem musste die irische Fluggesellschaft bei den Ticketpreisen nachgeben. Die durchschnittlichen Tarife lagen in den drei Monaten bis Ende Juni sechs Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Krieg im Nahen Osten habe bei vielen Verbrauchern für Zurückhaltung gesorgt, so O’Leary. Hinzu kämen Sorgen über mögliche Engpässe bei der Kerosinversorgung. Bereits im Mai hatte Ryanair darauf verzichtet, eine Jahresprognose vorzulegen. Als Grund nannte das Unternehmen die unsichere Entwicklung infolge des Konflikts im Nahen Osten, der wegen der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus die Ölpreise stark steigen ließ. Nachdem die Kämpfe zwischen dem Iran und den USA am 7. Juli wieder aufgeflammt sind, bleibe das erwartete Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2027 „äußerst anfällig für nachteilige externe Entwicklungen“, erklärte Ryanair am Montag. Dazu zählten insbesondere eine weitere Eskalation der Konflikte im Nahen Osten sowie in der Ukraine. Eine konkrete Gewinnprognose für das Gesamtjahr legt der Konzern weiterhin nicht vor. Beim Passagieraufkommen hält Ryanair jedoch an seiner Erwartung fest, den Verkehr im laufenden Geschäftsjahr um vier Prozent auf 216 Millionen Fluggäste zu steigern. Die umfangreiche Absicherung der Treibstoffpreise verschaffe dem Unternehmen dabei einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Fluggesellschaften. (belga/sc)

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