Vor dem Start schaute sich der 66-Jährige im Fahrerlager um und traf dort unter anderem den belgischen Sänger Stromae. Das Rennen verfolgte Philippe anschließend von der Tribüne aus. Nach der Zieldurchfahrt nahm er an der Siegerehrung teil und übergab Antonelli die Trophäe für dessen sechsten Saisonerfolg.
Hier ein Video des Königsbesuchs.
Begleitet wurde der König von seinen Neffen Prinz Nicolas und Prinz Aymeric. Aymeric, der selbst im Motorsport aktiv ist und eine professionelle Laufbahn anstrebt, war gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Gersende Binet nach Spa gekommen. Der Besuch hatte auch historischen Charakter. Ein amtierender belgischer König war zuvor noch nie beim Formel-1-Grand-Prix auf der Rennstrecke in Spa zu Gast. Leopold III. hatte das Rennen zwar 1955 besucht, war zu diesem Zeitpunkt aber bereits seit vier Jahren nicht mehr auf dem Thron gesessen.
Sportlich stand der Tag ganz im Zeichen von Kimi Antonelli. Der 19 Jahre alte Mercedes-Pilot setzte sich nach einem umkämpften Rennen vor Ferrari-Fahrer Charles Leclerc und Max Verstappen im Red Bull durch. Zehn Runden vor Schluss überholte Antonelli den bis dahin führenden Leclerc und verteidigte die Spitze bis ins Ziel. „Es ist großartig, nach einigen schwierigen Rennen wieder ganz oben zu stehen“, sagte der Italiener anschließend. Antonelli baute mit seinem sechsten Sieg im zehnten Saisonrennen zugleich seine Führung in der Weltmeisterschaft aus. Nach eigenen Angaben habe er seine gute Form trotz der jüngsten Rückschläge nie verloren: „Die Dynamik war nicht weg. Wir mussten nur wieder ein Ergebnis erzielen.“ Die internationale Presse würdigte die abgeklärte Vorstellung des jungen Italieners. Die „Gazzetta dello Sport“ sprach von „Antonellis Meisterwerk“, die spanische „Marca“ von einer „soliden und temperamentvollen Leistung“. Der britische „Guardian“ sah eine „souveräne und abgeklärte Fahrt“ des WM-Spitzenreiters. (belga/sid/dpa/sc)

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